2017 verantwortete Rian Johnson sowohl Regie als auch Drehbuch zu Star Wars: Die letzten Jedi +++ 40 Millionen US-Dollar umfasste das Budget für die tiefschwarze Komödie +++ Bis Anfang Dezember standen dem bereits weltweite Einnahmen in Höhe von fast 130 Millionen US-Dollar gegenüber.

Knives Out – Mord ist Familiensache

Ein Landhaus, ein totes Familienoberhaupt und allerlei verdächtige Verwandtschaft ... So beginnt die hochkarätig besetzte Hommage an die Klassiker Agatha Christies. Die Hauptrolle in „Knives Out – Mord ist Familiensache“ spielt Daniel Craig. Als Privatdetektiv Benoit Blanc findet er sich inmitten eines Mordgeheimnisses wieder, wie es sich Agatha Christie verzwickter nicht hätte ausdenken können. Nach dem mysteriösen Tod des weltberühmten Schriftstellers und Familienpatriarchs Harlan Thrombey (Christopher Plummer) schließt sich Blanc dem Polizeibeamten Elliott (LaKaith Stansfield) und Trooper Wagner (Noah Segan) an und verhört den Thrombey-Clan – ein stargespicktes Ensemble schräger Vögel, gespielt von Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Michael Shannon, Don Johnson und Toni Collette, die nur eines vereint: die Gier nach dem vermeintlich zum Greifen nahen Vermögen des alten Mannes. Natürlich wollen weder die versammelte exzentrische Verwandtschaft noch das treu ergebene Hauspersonal etwas gesehen haben. Ein Fall für den nonchalanten Detektiv Benoit Blanc, der seine Ermittlungen beginnt. Doch während sich sämtliche anwesenden Gäste alles andere als kooperativ zeigen, spitzt sich die Lage zu und das Misstrauen untereinander wächst. Ein komplexes Netz aus Lügen, falschen Fährten und Ablenkungsmanövern muss durchkämmt werden, um die Wahrheit hinter Thrombeys vorzeitigem Tod zu enthüllen. Rian Johnsons raffiniert erzählte Suche nach dem Mörder ist voller überraschender Wendungen und der Zuschauer rätselt bis zum letzten Moment, wer der Täter sein könnte.

START: 2. Januar, REGIE: RIAN JOHNSON, LÄNGE: 131 MINUTEN, USA


1917

"1917“ wurde in einer einzigen Aufnahme ohne Schnitt, sozusagen in Echtzeit, gedreht. Regisseur Sam Mendes verdichtet sein Weltkriegs-Drama auf einen einzigen Tag, der über Leben und Tod von 1.600 Menschen entscheidet. Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges sollen die beiden britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) eine nahezu unmögliche Mission erfüllen. In einem unbarmherzigen Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief in Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass Hunderte ihrer Kameraden in eine tödliche Falle geraten. Auch das Leben von Blakes Bruder hängt vom Gelingen dieser Mission ab. Sam Mendes nervenaufreibendes Drama zeigt atemberaubende Bilder und nimmt die Kinozuschauer mit in die Kommandozentralen, Schlachtfelder und Schützengräben.

START: 16. JANUAR, REGIE: SAM MENDES, LÄNGE: 110 MINUTEN, GB/USA


Jojo Rabbit

In der Zweite-Weltkrieg-Satire „Jojo Rabbit“ wird das Weltbild eines einsamen deutschen Jungen (Roman Griffin Davis als Jojo) auf den Kopf gestellt, als er herausfindet, dass seine alleinerziehende Mutter (Scarlett Johansson) auf ihrem Dachboden ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie) versteckt. Jojo muss sich daraufhin seinem blinden Nationalismus stellen, der durch seinen idiotischen imaginären Freund Adolf Hitler (Taika Waititi) genährt wird. Mit seinem Film tritt Regisseur und Drehbuchautor Taika Waititi in die Fußstapfen einiger seiner Vorbilder: Mel Brooks, Charlie Chaplin und Ernst Lubitsch, um nur einige zu nennen. Wie diese Regisseure stellt auch er bei der Verarbeitung der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs seinem unverkennbaren, von Humor und Pathos geprägten Stil unter Beweis.

START: 23. JANUAR, REGIE: TAIKA WAITITI, LÄNGE: 108 MINUTEN, USA


Der geheime Roman des Monsieur Pick

Auf einer Insel in der Bretagne liegt die geheimnisvolle Bibliothek der zurückgewiesenen Bücher. Hier entdeckt die junge Verlegerin Daphné (Alice Isaaz) ein großartiges Manuskript und beschließt, es zu publizieren: Ein genialer Roman von geheimnisvoller Herkunft lässt sich nicht nur in der Literaturszene, sondern auch beim Publikum als triumphalen Erfolg lancieren. Die Verkaufszahlen des Buchs geben Daphné recht. Das ganze Land ist in ein literarisches Fieber geraten und der Autor Henri Pick der neue, geheimnisumwitterte, glühende Star der Branche. Nur der Literaturkritiker Jean-Michel Rouche (Fabrice Luchini) wird skeptisch, denn der Autor ward sein Lebtag nicht mit einem Schreibgerät, geschweige denn mit einem Buch, gesehen. Mit Humor gelingt dem Film eine intelligente Parodie auf die Verlagsbranche.

START: 26. DEZEMBER, REGIE: REMI BESANCON, LÄNGE: 101 MINUTEN, DEUTSCHLAND


Die Wütenden – Les Misérables

Polizist Stéphane (Damien Bonnard) ist Neuling in der Einheit für Verbrechensbekämpfung in Montfermeil, einem Pariser Viertel, in dem es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen Gangs und Polizei kommt. Seine erfahrenen Kollegen Chris und Gwada haben ihre Methoden den Gesetzen der
Straße angepasst. Als sie bei der versuchten Verhaftung eines jugendlichen Verdächtigen die Grenzen des Legalen überschreiten, werden die Polizisten von einer Drohne gefilmt. Ihr fragwürdiges Vorgehen droht öffentlich zu werden, und aus den Gesetzeshütern werden plötzlich Gejagte. Regisseur Ladj Ly siedelt sein hartes Polizeidrama am Schauplatz von Viktor Hugos berühmtem Roman „Les Misérables“ an. Und gibt damit ein klares Statement: Wenig hat sich geändert in den letzten 150 Jahren.

START 23. JANUAR, REGIE: LADJ LY, LÄNGE: 102 MINUTEN, Frankreich


Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

Der Film ist inspiriert vom Roman „Die vielen Talente der Schwestern Gusmão“ von Martha Batalha. Rio de Janeiro, 1950. Trotz aller Unterschiede sind die beiden Schwestern Eurídice (Carol Duarte) und Guida (Julia Stockler) unzertrennlich. Während Eurídice von einer Karriere als Pianistin träumt, ist Guida vor allem an Liebesbeziehungen interessiert. Als sie mit einem Matrosen durchbrennt, beginnt sie ihrer Schwester sehnsuchtsvolle Briefe zu schreiben, die diese nie erreichen. Alle Versuche der Kontaktaufnahme werden von den Eltern unterbunden. Hinter der historischen Kulisse von Karim Aïnouz’ scharfsinniger Romanverfilmung verbirgt sich ein Melodram, mit dem der Regisseur Kritik an dem von der Gesellschaft vorgezeichneten Weg für Frauen übt.

START: 26. Dezember, REGIE: KARIM AINOUZ, LÄNGE: 139 MINUTEN, BRASILIEN/DEUTSCHLAND