Regisseur Danny Boyle gewann einen Oscar mit seinem Film „Slumdog Millionär“. +++ In der Filmwelt bekannt wurde er mit der Komödie „Kleine Morde unter Freunden“.+++ Zunächst war er als Regisseur für den nächsten James Bond vorgesehen, allerdings verließ er das Projekt aufgrund von „kreativen Differenzen“. 

Yesterday

Es gibt wohl niemanden, der nicht schon einmal einen Beatles-Song gehört hat. In ihrem ersten gemeinsamen Kinofilm allerdings löschen Drehbuchautor Richard Curtis („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“) und Regisseur Danny Boyle („Slumdog Millionär“) die Musik der „Fab Four“ aus dem kollektiven Gedächtnis. Jack Malik (Himesh Patel) ist ein leidenschaftlicher, doch leider genauso erfolgloser Sänger, der es nicht aus seinem verschlafenen Heimatdorf an der Küste Englands herausschafft. Den Traum vom großen Durchbruch hat er längst begraben – nur seine Jugendfreundin Ellie (Lily James) unterstützt ihn unerschütterlich. Eines Tages wird Jack während eines mysteriösen weltweiten Stromausfalls von einem Bus angefahren. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, scheint zunächst alles wie immer. Beim harmlosen Dahinnsingen des Popklassikers „Yesterday“ muss Jack aber feststellen, dass seine Freunde noch nie etwas von den Beatles gehört haben und kommt kurz darauf zu der unglaublichen Erkenntnis, dass die ehemals berühmteste Band der Welt und ihre zeitlos-genialen Songs aus dem Gedächtnis der gesamten Menschheit ausradiert wurden – nur nicht aus seinem. Mit einem riesigen Fundus an unbekannten Welthits in der Tasche verzaubert Jack schnell sein ahnungsloses Publikum. Sogar der weltbekannte Popstar Ed Sheeran ist von ihm beeindruckt und nimmt ihn mit auf seine Tournee. Doch bald ist Jack von seinem Ruhm überfordert. Mit ihrer Huldigung an die Beatles und ihre Hits schufen Curtis und Boyle eine warmherzig-skurrile Musikkomödie, die durch einen selbstironischen Auftritt des angesagten Singer-Songwriters Ed Sheeran abgerundet wird.

START: 11. JULI, REGiE: DANNY BOYLE, LÄNGE: 117 MINUTEN, GROSSBRITANNIEN


Spider-Man: Far From Home

Nach dem spektakulären „Spider-Man: Homecoming“ und einem Intermezzo bei der epischen Schlacht in „Avengers: Endgame“ kehrt Peter Parker mit „Spider-Man: Far From Home“ auf die Leinwand zurück. Nach bestandenem Abenteuer legt der junge Superheld (Tom Holland) wohlverdient seinen Spinnen-Anzug ab und geht mit Ned (Jacob Batalon) und MJ (Zendaya) auf Europa-Reise. Im Sightseeing-Bus durch London fahren, jede Menge Selfies aus Venedig – so könnte es auf der Klassenfahrt ewig weitergehen. Doch als die so genannten „Elementals“, Wesen aus Feuer, Wasser, Stein und Luft, Europa angreifen, fordert die Avengers-Ikone Nick Fury (Samuel L. Jackson) die Unterstützung des jungen Helden an. „Spider-Man: Far From Home“ basiert auf den Comics von Stan Lee und Steve Ditko und führt die Abenteuer des Wandkletterers ganz im Sinne seiner Schöpfer fort.

START: 4. JULI, REGIE: JOHN WATTS, USA


Der König der Löwen

Erfolgsregisseur Jon Favreau, der bereits für die Realverfilmung von „Das Dschungelbuch“ verantwortlich zeichnete, übernahm auch die Neuinszenierung von „Der König der Löwen“. In den unendlichen Weiten Afrikas wird ein künftiger König geboren: Simba, das lebhafte Löwenjunge, vergöttert seinen Vater, König Mufasa, und kann es kaum erwarten, selbst König zu werden. Doch sein Onkel Scar hegt eigene Pläne, den Thron zu besteigen, und zwingt Simba, das Königreich zu verlassen und ins Exil zu gehen. Mit Hilfe eines ausgelassenen Erdmännchens namens Timon und seines warmherzigen Freundes, des Warzenschweins Pumbaa, lernt Simba erwachsen zu werden. Regisseur Jon Favreau und sein Filmteam bieten ein visuell bahnbrechendes Kinoereignis mit fotorealistischen Animationstechniken.

START: 17. JULI, REGIE: JON FAVREAU, USA


Rebellinnen - Leg dich nicht mit ihnen an!

Nach 15 Jahren kehrt die Provinz-Schönheitskönigin Sandra (Cécile de France) zurück in ihre nordfranzösische Heimat. Arbeit findet sie in der ortsansässigen Fisch-Konservenfabrik und unter den Kolleginnen auch gleich zwei neue Freundinnen – die einsame, scharfzüngige Hausfrau Nadine (Yolande Moreau) und Marilyn, eine hysterische, alleinerziehende Mutter (Audrey Lamy). Weniger gut kommt sie mit ihrem Chef zurecht, der immer wieder zudringlich wird, bis sie ihn eines Tages, als sie sich mal wieder zur Wehr setzen muss, aus Versehen tötet. Als die drei Freundinnen im Schließfach des Toten eine Tasche voller Geld finden, gerät die Sache außer Kontrolle. Balanceakt zwischen provokantem Tarantino Thriller und politisch unkorrekter Komödie.

START: 11. JULI, ALLAN MAUDIT, LÄNGE: 88 MINUTEN, FRANKREICH


Ein Becken voller Männer

Die Geschichte ist bereits aus dem schwedischen Spielfilm „Männer im Wasser“ beziehungsweise der britischen Variante „Swimming with Men“ bekannt: Eine Gruppe Männer im besten Alter – und jeder davon mitten in einer handfesten Lebenskrise – gründet das erste männliche Synchronschwimmteam der lokalen Badeanstalt. Der Skepsis und dem Spott ihrer Mitmenschen zum Trotz wollen sie es mit der eigenen Midlife-Crisis und der internationalen Konkurrenz im Wasserballett aufnehmen. Gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sich die Wassersport liebenden „Schönschwimmer“ auf ein unwahrscheinliches Abenteuer. Dank prägnanter Schauspieler wie Guillaume Canet, Virginie Efira und Mathieu Amalric ist dies ein unterhaltsamer Kinospaß.

START 27. JUNI, REGIE: GILLES LELOUCHE, LÄNGE: 122 MINUTEN, FRANKREICH


Geheimnis eines Lebens

Joan Stanleys (Judi Dench) unaufgeregtes Rentnerdasein wird erschüttert, als der britische Geheimdienst die Seniorin verhaftet und ihr vorwirft, als Spionin für Russland tätig gewesen zu sein. Diese Vorwürfe führen zurück ins Cambridge der 1930er Jahre, wo die junge Joan (Sophie Cookson) an der Universität ein Verhältnis mit einem charismatischen Kommilitonen aus Russland hat, sowie ins darauf folgende Jahrzehnt, als die Nuklearwissenschaftlerin – schockiert von der zerstörerischen Kraft der Atombombe – beschließt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Nach wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte der Cambridge-Spione, die während des Zweiten Weltkriegs Geheimnisse an die Russen weitergaben, wobei die eigentliche Spionagegeschichte zu Gunsten der Romanze in den Hintergrund rückt.

START: 4. JULI, REGIE: TREVOR NUNN, LÄNGE: 102 MINUTEN, GROSSBRITANNIEN