Die Pfeifsprache „El Silbo“ baut auf den Eigenschaften Lautstärke, Tonhöhe und Pausen auf. +++ Die Sprache wurde schon bei der Eroberung der Kanarischen Inseln im 14. Jahrhundert vorgefunden.  +++ Die Pfeifsprache ist heute Pflichtfach an allen Schulen auf La Gomera.

La Gomera

In „La Gomera“ erzählt Regisseur Corneliu Porumboiu, einer der Wegbereiter des neuen rumänischen Kinos, die Geschichte eines korrupten Polizisten und Doppelagenten. Der Polizist Cristi (Vlad Ivanov) lässt sich mit der Mafia ein und fliegt auf. Nun folgen ihm verdeckte Ermittler auf Schritt und Tritt und hören seine Wohnung ab. Daher gibt sich die schöne Gilda (Catrinel Marlon), die Cristis Hilfe bei der Wiederbeschaffung der verschwundenen Millionen ihres inhaftierten Mafiafreundes Zsolt (Sabin Tambrea) sucht, als seine Geliebte aus und drängt ihn zu einer Reise nach La Gomera. Cristi soll die geheime Pfeifsprache „El Silbo“ der Inselbewohner lernen. Mit dieser lässt sich durch verschiedene Laute das Alphabet in Pfiffen abbilden, die sich nicht von Vogelzwitschern unterscheiden und deshalb unentdeckte Kommunikation auch über größere Entfernungen ermöglichen. Auf diese Weise kann der Polizist trotz Überwachung mit der Gaunerbande kommunizieren. Pfeifend versuchen sie den Mafioso Zsolt aus dem Gefängnis zu befreien, denn der ist der einzige, der weiß, wo die 30 Millionen des letzten Coups versteckt sind. Doch alle Beteiligten spielen ein doppeltes Spiel und bald geraten die Ereignisse außer Kontrolle. Von da ab werden die Dinge immer komplizierter und nichts läuft so, wie es geplant war. Der Polizist begibt sich auf eine Erweckungsreise, eine Art Abenteuer voller Irrungen und überraschender Wendungen. Corneliu Porumboius unterhaltsamer Neo-Noir-Polizeithriller überrascht mit unerwartet komischen Elementen und ist eine mit ironischen Filmzitaten gespickte Hommage ans Kino.

START: 13. Februar, REGIE: CORNELIU PORUMBOIU, LÄNGE: 98 MINUTEN, RUMÄNIEN/FRANKREICH/DEUTSCHLAND


Intrige

Roman Polanskis Polit-Thriller widmet sich dem wahrscheinlich größten politischen Skandal im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts. Am 5. Januar 1895 wird der junge jüdische Offizier Alfred Dreyfus (Louis Garrel) wegen Hochverrats in einer erniedrigenden Zeremonie degradiert und zu lebenslanger Haft auf die Teufelsinsel im Atlantik verbannt. Zeuge dieser Entehrung ist Oberst Picquart (Jean Dujardin). Als weiterhin militärische Geheimnisse an die Deutschen verraten werden, hat dieser Zweifel an der angeblichen Schuld von Dreyfus. Entgegen des Befehls seiner Vorgesetzten stellt Picquart eigene Ermittlungen an und gerät in ein gefährliches Labyrinth aus Verrat und Korruption. „Intrige“ erzählt fesselnd die Geschichte der Dreyfus-Affäre aus der Sicht eines vergessenen Helden, Oberst Picquart, wobei alle wichtigen Ereignisse authentisch sind.

START: 6. FEBRUAR, REGIE: ROMAN POLANSKI, LÄNGE: 132 MINUTEN, FRANKREICH/ITALIEN


Little Women

„Little Women“ von Greta Gerwig ist die bereits achte Verfilmung des erfolgreichen Romans von Louisa May Alcott. Der Film folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott. Die vier jungen Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts wollen ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten und müssen dabei teils große gesellschaftliche Hindernisse überwinden. „Frances Ha“-Darstellerin Greta Gerwig, präsentiert mit „Little Women“ ihre neueste Regiearbeit und erweist sich damit abermals als kraftvolle Verfechterin weiblichen Selbstverständnisses.

START: 30. JANUAR, REGIE: GRETA GERWIG, LÄNGE: 134 MINUTEN, USA


Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

„Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ ist eine verschlungene Geschichte, erzählt von Harley Quinn (Margot Robbie) selbst, wie nur die unerschrockene Ex-Freundin des Jokers sie erzählen kann. Als Gothams bösartigster, narzisstischer Verbrecher Roman Sionis und seine umtriebige rechte Hand Zsasz ein junges Mädchen namens Cass zur Zielscheibe machen, steht die Stadt auf der Suche nach ihr Kopf. Die Wege von Harley Quinn, Huntress (Mary Elizabeth Winstead), Black Canary (Jurnee Smollett-Bell) und Renee Montoya (Rosie Perez) kreuzen sich und das ungewöhnliche Quartett hat keine andere Wahl, als sich zusammenzuschließen, um Roman zu Fall zu bringen. In dem frisch aufgelegten Spinn-off von „Suicide Squad“  gründet Harley Quinn „Birds of Prey“ das weibliches Superheldinnen Team.

START: 6. FEBRUAR, REGIE: CATHY YAN, USA


Sorry We Missed You

In „ Sorry We Missed You“ porträtieren Ken Loach und sein langjähriger Drehbuchautor Paul Laverty eine Familie, die an den Bedingungen der globalisierten Arbeitswelt zu zerbrechen droht. Ricky, Abby und ihre zwei Kinder leben in Newcastle. Während Ricky (Kris Hitchen) sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt, arbeitet Abby (Debbie Honeywood) als Altenpflegerin. Als sich für Ricky die Gelegenheit bietet, als selbständiger Kurierfahrer zu arbeiten, verkauft Abby ihr Auto, damit ihr Mann sich einen Lieferwagen leisten kann, obwohl sie es selbst für ihren Job braucht. Der Preis für Rickys Selbständigkeit erweist sich als Teufelskreis. Die Familie muss enger zusammenrücken und um ihren Zusammenhalt kämpfen. In seinem bewegenden Sozialdrama gibt Ken Loach den einfachen Leuten eine Stimme.

START: 30. JANUAR, REGIE: KEN LOACH, LÄNGE: 101 MINUTEN, GB/BE/FRA


Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen

Seit die berühmten Heinzelmännchen vor 250 Jahren zu Köln durch eine neugierige Schneidersfrau vertrieben wurden, leben sie versteckt unter der Erde. Der Kontakt zur Menschenwelt ist strengstens verboten. Alles hat seine Ordnung. Einzig das quirlige Heinzelmädchen Helvi kann ihren Platz in dieser Enge nicht finden. So sehr sie sich auch bemüht, immer führt ihr überschäumender Tatendrang ins totale Chaos. Schließlich steht für alle fest: Helvi wird niemals ein richtiges Heinzelmädchen werden. Doch Helvi ist fest entschlossen, allen das Gegenteil zu beweisen. Mit der Modernisierung des urdeutschen Sagenguts gelingt dem amüsanten und temporeichen Animationsfilm eine zeitgemäße Geschichte.

START: 30. JANUAR, REGIE: UTE VON MÜNCHOW-POHL, LÄNGE: 76 MINUTEN, DEUTSCHLAND