Hauptdarsteller Mark Wahlberg ist als Sänger Marky Mark bekannt geworden. +++ Außerdem arbeitete er als Unterwäsche-Modell für Calvin Klein. +++ Seinen Durchbruch als Schauspieler erreichte er 1997 in der Tragikomödie „Boogie Nights.“

Plötzlich Familie

Sean Anders, der Regisseur von „Plötzlich Familie“, hat mit Darsteller Mark Wahlberg bereits seine Komödien „Daddy`s Home – Ein Vater zuviel“ (2015) und „Daddy`s Home 2 – Mehr Väter, mehr Probleme!“ (2017) inszeniert. In ihrem neuen Familienfilm entschließen sich Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne), endlich eine eigene Familie zu gründen und beschäftigen sich deshalb erstmalig mit dem Thema Adoption. Ergriffen von den treuen Kinderaugen auf der Website einer Agentur, sind sie sich schnell einig, dass sie einem Kind ein neues Zuhause geben wollen. Als sie ein Geschwistertrio, darunter auch die fünfzehnjährige rebellische Lizzy (Isabela Moner), kennen lernen, ist es um die beiden endgültig geschehen. Über Nacht werden Pete und Ellie zusammen mit Lizzy und ihren süßen Geschwistern Juan und Lita zu einer echten Großfamilie. Plötzlich steht das Paar vor der Herausforderung, seine neuen Aufgaben als Pflegeeltern von gleich drei Kindern zu meistern, immer in der Hoffnung, schon bald eine richtige Familie zu werden. Adoption und das Schicksal von Pflegekindern ist an sich ein sehr ernstes Thema. Doch Sean Anders scheut sich nicht, auch die lustigen Seiten hervorzuheben – schließlich ist „Plötzlich Familie“ seine persönliche Geschichte. Als sich Anders und seine Frau entschlossen, drei Geschwisterkinder zu adoptieren, geriet ihr Leben aus den Fugen. Der Film spiegelt die persönlichen Erfahrungen des Regisseurs wider. Und diese waren vorwiegend lustig, warmherzig herzzerreißend. Gerade diese Insiderkenntnisse verleihen dem Film eine Aufrichtigkeit und Authentizität, die ihn von üblichen Familienkomödien abheben.

START: 31. JanuarREGIE: SEAN ANDERS, LÄNGE: 117 MINUTEN, USA


Robin Hood

In Otto Bathursts Neuinterpretation der legendären Heldenballade kehrt der junge Robin von Locksley (Taron Egerton) vom Schlachtfeld der Kreuzzüge zurück. In England erwarten ihn Korruption, Intrigen und die grausame Herrschaft des Sheriffs von Nottingham (Ben Mendelsohn), der das Volk bis zur bitteren Armut ausbeutet. Robin Hood beschließt gemeinsam mit seinem Verbündeten Little John (Jamie Foxx), die Missstände nicht länger hinzunehmen und gegen die vorherrschende Ungerechtigkeit zu kämpfen. Der effektreiche Film erfindet den berühmten Banditen ganz neu: Ein Jüngling, der mit Schnellfeuerbogen und umgeben von Granat-einschlägen gegen Feinde in Designerklamotten für die Armen kämpft, passt nicht in die althergebrachte Vorstellung vom Mythos. Als Actionfilm geht das durch, hat aber mit der historischen Legende wenig gemein.

START: 10. JANUAR, REGIE: OTTO BATHURST, LÄNGE: 116 MINUTEN, USA


Der Spitzenkandidat

In dieser wahren Geschichte verkörpert Hugh Jackman den Politiker Gary Hart, einen sicheren Anwärter auf die Präsidentschaft, der mit einem menschlichen Fehler alles verspielte. Der Film verfolgt den Aufstieg und Fall von Senator Hart, der 1988 als Spitzenkandidat der Demokraten bei der Präsidentschaftsvorwahl galt. Doch dann brachte eine vermutete außereheliche Affäre mit Donna Rice seine gesamte Kampagne ins Wanken. Zum ersten Mal verschmolzen Boulevardjournalismus und politischer Journalismus miteinander. Senator Hart war gezwungen, aus dem Rennen um die Präsidentschaft wieder auszusteigen. Der in „Der Spitzenkandidat“ geschilderte Vorfall würde heutzutage wahrscheinlich nur ein müdes Lächeln hervorrufen, ein Schicksal, das er mit diesem Film teilt.

START: 17. JANUAR, REGIE: JASAON REITMAN, LÄNGE: 112 MINUTEN, USA


The Favourite - Intrigen und Irrsinn

In seinem ersten Kostümfilm begibt sich der griechische Regisseur Yórgos Lánthimos an den englischen Hof im 18. Jahrhundert. Die gebrechliche Königin Anne (Olivia Colman) sitzt zwar auf dem Thron, doch ihre enge Freundin Lady Sarah (Rachel Weisz) regiert das Land an ihrer Stelle und kümmert sich auch noch um Annes Gesundheit und ihre sprunghaften Launen. Mit dem neuen Dienstmädchen Abigail (Emma Stone) erhofft sich Sarah eine Entlastung. Doch Abigail missbraucht ihr Vertrauen und schmeichelt sich bei der Königin ein, um selbst in der Rangordnung aufzusteigen. Der Film ist eine absurde Farce über Intrigen im britischen Königshaus des 18. Jahrhunderts – mitreißend schonungslos und grandios scharfzüngig gespielt von einem starken Frauenensemble. 

START: 24. JANUAR, REGIE: YÓRGOS LÁNTHIMOS, LÄNGE: 120 MINUTEN, USA/ GB/ IR


Ralph reichts 2: Chaos im Netz

„Ralph reichts 2: Chaos im Netz“ ist ist die Fortsetzung zum 2012 erschienenen Fillm „Ralph reichts“. Im ersten Teil blickte Regisseur Rich Moore in das Innenleben der alten Videospiel-Automaten und ihrer Figuren. Im neuen Film ist die Sugar Rush Arcade-Kabine kaputt gegangen, was Ralph und die Rennfahrerin Vanellope dazu zwingt, in das Internet über den neu installierten Wi-Fi-Router zu reisen, um einen Ort zu finden, wo sie das Spiel sichern können. In dem anspielungsreichen Animationsvergnügen kommen unter anderem sämtliche Disney-Prinzessinnen zum Zuge. Dies ist das erste Mal, dass diese Charaktere auf der Leinwand miteinander interagieren. Andere Auftritte mit Figuren aus „Star Wars“ und dem „Marvel“-Universum sind ebenfalls dabei – ein turbulentes Abenteuer.

START 24. JANUAR, REGIE: RICH MOORE, LÄNGE: 116 MINUTEN, USA


Das Mädchen, das lesen konnte

Das bewegende Historiendrama von Marine Francen entstand nach der autobiografischen Erzählung der südfranzösischen Bäuerin Violette Ailhaud aus den Jahren 1851 bis 1855. Violette Ailhaud (Pauline Burletist) lebt in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence. Wie ihre Freundinnen ist sie im heiratsfähigen Alter. Als alle Männer des Ortes von Louis Napoléons Soldaten verschleppt werden, gelingt es den zurückgebliebenen Frauen mit vereinten Kräften, die im Dorf anfallenden Aufgaben allein zu bewältigen. Nach einem Jahr vergeblichen Wartens fassen sie einen Entschluss: Wenn ein Mann auftaucht, soll er für alle Frauen da sein, damit das Dorf weiter existieren kann. Als der Schmied Jean (Alban Lenoir) sich in das Dorf verirrt, fällt Violette, die als einzige lesen kann, die Aufgabe zu, sich um ihn zu kümmern.

START: 10. JANUAR, REGIE: MARINE FRANCEN, LÄNGE: 100 MINUTEN, FRANKREICH