Regisseur Guy Ritchie war von 2000 bis 2008 mit Sängerin Madonna verheiratet und hat mir ihr einen Sohn. +++ Neben erfolgreichen Spielfilmen wie „Bube, Dame, König, grAS“ oder „Aladdin“ verantwortete er auch die Nespresso- Werbespots mit George Clooney. +++

The Gentlemen

Nach seinem Ausflug mit „Aladdin“ ins Reich der Märchen kehrt Regisseur Guy Ritchie mit „The Gentlemen“ zum Gangsterfilm zurück, einem Genre, das er schon in seinen frühen Filmen „Bube, Dame, König, grAS“ oder „Snatch – Schweine und Diamanten“ favorisierte. Der smarte Exil-Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) hat sich über die Jahre ein millionenschweres Marihuana-Imperium in London aufgebaut und exportiert feinsten Stoff nach ganz Europa. Doch Mickey will aussteigen, endlich mehr Zeit mit seiner Frau Rosalind (Michelle Dockery) verbringen und auf legalem Weg das Leben in Londons höchsten Kreisen genießen. Ein Käufer für die landesweit verteilten Hanf-Plantagen muss her. Der exzentrische Milliardär Matthew Berger (Jeremy Strong) bietet eine hohe Summe, will jedoch Garantien sehen. Und das ausgerechnet in dem Moment, in dem sämtliche Groß- und Kleinkriminellen der Stadt Wind von Mickeys Plänen bekommen haben – darunter auch der schmierige Privatdetektiv Fletcher (Hugh Grant). Während Mickeys rechte Hand Ray (Charlie Hunnam) seinem Boss den gröbsten Ärger vom Hals hält, überbieten sich alle Beteiligten mit Tricks, Bestechung, Erpressung und anderen fiesen Täuschungen und lösen eine folgenschwere Lawine aus. Der Titel des Films „The Gentlemen“ bezieht sich auf die ehrgeizigen Ambitionen der Figuren. Sie sind alle Emporkömmlinge, deren angestrebter Lebensstil sich nicht mehr in Einklang mit ihrem kriminellen Geschäft bringen lässt. Mit dem turbulenten Gangsterstück hat Guy Ritchie zurück zu seinen Wurzeln gefunden. Verschroben, pointenreich und absolut lässig inszeniert er einen wilden Mix aus Action und Komödie.

START: 27. FEBRUAR, REGIE: GUY RITCHIE, LÄNGE: 113 MINUTEN, GROSSBRITANNIEN/USA


Die Känguru-Chroniken

Regisseur Dani Levy („Alles auf Zucker“) drehte die satirisch-schräge Komödie nach Motiven der Bücher von Marc-Uwe Kling, der auch das Drehbuch schrieb. Marc-Uwe, ein unterambitionierter Kleinkünstler, lebt mit einem sprechenden Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr. Der rechtspopulistische Immobilienhai Dwigs (Henry Hübchen) bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das kommunistisch gesinnte Känguru gar nicht gut. Es entwickelt einen genialen Plan, der in einem großen Anti-Terror-Anschlag gipfelt. Die Filmemacher waren bestrebt, die eigenwillige und raue Vorlage entsprechend kantig auf die Leinwand zu bringen. Mit Zitaten und Verweisen auf alle möglichen Kult-Filme und Musiken verbinden „Die Känguru-Chroniken“ trockenen Humor mit Tiefgang.

START: 26. MÄRZ, REGIE: DANY LEVY, DEUTSCHLAND


Mulan

Mit der Realverfilmung von Disneys Trickfilmklassiker „Mulan“ hat sich die neuseeländische Regisseurin Niki Caro eine sehr moderne Titelheldin vorgenommen. Als Chinas mächtiger Kaiser (Jet Li) ein Dekret erlässt, dass aus jeder Familie je ein Mann in die kaiserliche Armee eingezogen wird, um das Land vor Eindringlingen aus dem Norden zu verteidigen, beschließt Mulan Hua (Yifei Liu), die Tochter und einziges Kind eines hoch dekorierten Soldaten, anstelle ihres kranken Vaters dem Einberufungsbefehl Folge zu leisten. Mulan gibt sich in Männerverkleidung als Jun Hua aus. Mit den zahlreichen Abenteuern, die sie auf ihrer epischen Reise durchlebt, lernt sie, auf ihre innere Stärke zu vertrauen. Niki Caros Interpretation des chinesischen Märchens entpuppt sich als Martial-Arts-Epos, in dem eine junge Frau zur furchtlosen Kriegerin heranreift.

START: 5. MÄRZ, REGIE: NIKI CARO, USA


Jean Seberg – Against All Enemies

Sie war gerade einmal 40 Jahre alt, als sie starb. Die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg sorgte nicht nur durch ihre Rollen in Filmen wie „Außer Atem“, sondern auch durch ihr Engagement für die radikale Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers Ende der 1960er Jahre für Aufsehen. Der australische Regisseur Benedict Andrews beleuchtet in seinem Film drei Jahre ihres Lebens von 1968 bis 1971. Eine Affäre mit dem schwarzen Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) wird Jean Seberg (Kristen Stewart) zum Verhängnis: Sie gerät ins Visier des FBI und ahnt nicht, dass der Überwachungsspezialist Jack Solomon (Jack O‘Connell) speziell auf sie angesetzt wurde. Benedict Andrews Biopic schwankt zwischen Verschwörungsthriller und der Verfilmung einer komplizierten Liebesbeziehung.

START: 26. MÄRZ, REGIE: BENEDICT ANDREWS, LÄNGE: 102 MINUTEN, USA


Narziss und Goldmund

Hermann Hesses Welterfolg gilt bis in die heutige Zeit als eine der bewegendsten Freundschaftsgeschichten der Weltliteratur. Da ist auf der einen Seite der asketische und tiefreligiöse Klosterschüler Narziss (Sabin Tambrea), auf der anderen Seite der junge, ungestüme Goldmund (Jannis Niewöhner), der von seinem Vater ins mittelalterliche Kloster Mariabronn gebracht wird. Schnell entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden so unterschiedlichen Jungen. Doch Narziss erkennt, dass Goldmund einen anderen Weg gehen muss. Auf seiner Wanderschaft erlebt Goldmund Jahre voller Glück, Freiheit und Zufriedenheit, aber auch Elend, Krieg und Tod. Dem Film gelingt es, den von Hermann Hesse skizzierten Widerspruch zwischen Körper und Geist auf der Leinwand zu veranschaulichen.

START: 12. MÄRZ, REGIE: STEFAN RUZOWITZKY, LÄNGE: 118 MINUTEN, DEUTSCHLAND


Emma

Jane Austens „Emma“ diente bereits als Vorlage für eine Vielzahl von Verfilmungen. Die aktuelle Adaption spielt originalgetreu in England Anfang des 19. Jahrhunderts. Die junge Emma Woodhouse (Anya Taylor-Joy) führt in ihrem verschlafenen Ort unangefochten die bessere Gesellschaft an. Weit und breit gibt es keine attraktivere Partie als Emma, aber merkwürdigerweise ist ihr der Richtige einfach noch nicht begegnet. So verbringt sie ihre Zeit damit, andere zu verkuppeln, allen voran ihre Freundin Harriet (Mia Goth). Aber trotz Emmas unbegrenzten Vertrauens in ihre Menschenkenntnis laufen ihre Eheanbahnungsversuche schief. Die ausgesuchten Liebhaber beißen nicht an und schließlich muss sich sogar Emma selbst ungewollter Avancen erwehren.

START: 5. MÄRZ, REGIE: AUTUMN DE WILDE, LÄNGE: 124 MINUTEN, GROSSBRITANNIEN