Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. +++ Er wurde 1930 in Ohio geboren und starb 2012 in Folge einer Herzerkrankung. +++ Für seine Leistung erhielt Armstrong 1969 die Presidential Medal of Freedom. +++ „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“, waren seine ersten Worte vom Mond.

Aufbruch zum Mond

Obwohl der Ausgang der Mondlandung von Apollo 11 wohl bekannt ist, sind die drastischen und gefährlichen Schritte, die zu dieser Mission hinführten – ebenso wie die Entschlossenheit von Neil Armstrong, der den ersten Schritt tat – heutzutage kaum noch bekannt. Auf Grundlage von James R. Hansens Buch „Aufbruch zum Mond“ und mit der Unterstützung der Armstrong-Familie machten sich Regisseur Damien Chazelle, Drehbuchautor Josh Singer und die Produzenten daran, die Geschichte des amerikanischen Helden auf der Leinwand zum Leben zu erwecken. „Aufbruch zum Mond“ erzählt eindringlich aus Armstrongs Leben und von den enormen Konflikten und Entbehrungen, mit denen der Pilot vor und während seiner legendären Mission konfrontiert war. Gleichzeitig schildert der Film auf ergreifende Weise die hochdramatischen Ereignisse des amerikanischen Raumfahrtprogramms zwischen 1961 und 1969. Armstrong (Ryan Gosling) begann seine Karriere als Pilot im Koreakrieg, wurde dann Testpilot bei der Air Force und zuletzt bei der NASA. Damals verloren Testpiloten mit bestürzender Häufigkeit ihr Leben. Armstrongs Beruf hinterließ Spuren in seinem Privatleben, unter denen seine Ehefrau Janet (Claire Foy) und ihre beiden Söhne zu leiden hatten. Doch Armstrong blieb seinem Weg treu und erreichte das, was man vorher für unerreichbar gehalten hatte. Regisseur Dami- en Chazelle setzte alle Bemühungen daran, dass alles so authentisch wie möglich wirkt. Durch den Dokumentarstil seines ergreifenden Films gelingt es ihm, den Zuschauer direkt an den dramatischen Ereignissen teilhaben zu lassen.

REGIE: Damien Chazelle, LÄNGE: 140 MINUTEN, USA

Nur ein kleiner Gefallen

Regisseur Paul Feig verfilmte mit „Nur ein kleiner Gefallen“ den Bestseller von Autorin Darcey Bell. im Mittelpunkt der Geschichte steht eine ungewöhnliche Hauptfigur, die direkt aus einem klassischen Film Noir stammen könnte – die lebensfrohe und praktisch veranlagte Vorstadtmama und Bloggerin Stephanie (Anna Kendrick). Auf ihrer Suche nach häuslichem Glück, Freundschaft und neuen Rezepten wird sie in ein wahnsinniges Netz aus dunklen Geheimnissen und tödlichen Lügen gestürzt, nachdem sie die superglamouröse Mutter Emily (Blake Lively) kennenlernt. Bei der Beurteilung der beiden Mütter, die im Mittelpunkt des herrlich verdrehten wie auch schwarzhumorigen Thrillers stehen, empfiehlt es sich, absolut nichts als gegeben anzunehmen. Wirklich keiner der Charaktere ist unter seiner glänzend polierten Oberfläche, was er (oder sie) zu sein scheint.

REGIE:Paul Feig, LÄNGE: 117 MINUTEN,USA

Assassination Nation

Highschool-Schülerin Lily (Odessa Young) und ihre Gruppe von Freunden leben in dem Städtchen Salem in einem Wirbel von Textnachrichten, Postings, Selfies und Chats, genau wie der Rest der Welt. Als aber ein anonymer Hacker anfängt, intimste Details aus dem Privatleben vieler Bewohner der Kleinstadt zu posten, und der Eindruck entsteht, Lily und ihre Freunde seien dafür verantwortlich, bricht das nackte Chaos aus. Absoluter Wahnsinn ist das Resultat. Der knallbunte Film mit Anspielungen auf Teen-Komödien und blutige Rachefilme beginnt mit einem Bombardement aus Warnungen, die den Zuschauer auf das vorbereiten sollen, was er zu erwarten hat: Mobbing, Tod, Drogenmissbrauch, Homophobie, Schusswaffen, Nationalismus, Rassismus, Entführung, Fluchen, Folter, Gewalt, Blutvergießen - und er hält sein Versprechen.

REGIE: Sam Levinson, LÄNGE: 110 MINUTEN, USA


Bohemian Rhapsody

„Bohemian Rhapsody“ erzählt die Geschichte, wie Freddie mercury (Rami Malek) und seine Bandmitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon „Queen“ gründeten – eine der legendärsten Rockgruppen aller Zeiten. Der Film begleitet „Queen“, während sie Hit über Hit produzieren, die Musikcharts anführen und dabei ihre Musik immer weiter entwickeln. Durch so Grundverschiedene Songs wie „Killer Queen”, „Bohemian Rhapsody”, „We Are The Champions” und „We Will rock You” sowie unzählige weitere Songs ge- lang der Band ein beispielloser Erfolg, der Freddie zu einem der beliebtesten Entertainer weltweit machte und der im Auftritt bei dem legendären „Live Aid”-Konzert gipfelte. Zwar wird die Musik von „Queen“ ausführlich zelebriert, aber ansonsten ist der überlange Film nur ein oberflächliches Biopic, das lediglich für Fans der band von Interesse sein dürfte.

REGIE: Bryan Singer, LÄNGE: 135 MINUTEN, USA

25 km/h

Nach 30 Jahren treffen sich die beiden Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. beide haben sich zunächst wenig zu sagen: Georg, der Tischler geworden ist und seinen Vater bis zuletzt gepflegt hat, und der weit gereiste Topmanager Christian, der nach Jahrzehnten erstmalig zurück in die Heimat kommt. Nach einer durchzechten Nacht beschließen sie, endlich die Mofa-Tour zu machen, von der sie als Teenager immer geträumt haben. Doch die Brüder müssen sich eingestehen: Sie sind Mitte 40 und keine 16 mehr und ein Trip auf klapprigen Mofas quer durch Deutschland ist weit entfernt von rückenschonendem Erste-Klasse-Komfort. Markus Gollers entschleunigte Komödie ist bis in die kleinsten Nebenrollen prominent besetzt.

REGIE: MARKUS GOLLER, LÄNGE: 116 MINUTEN, DEUTSCHLAND

Verschwörung

Der schwedische Autor Stieg Larsson hatte seine „Millennium“-Reihe ursprünglich auf zehn Bücher anlegen wollen, war jedoch 2004 an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben, woraufhin zumindest seine ersten drei Bücher posthum veröffentlicht wurden. Lisbeth Salander, die Kultfigur und Titelheldin, kehrt in „Verschwörung“, der Verfilmung der „Millenium“-Fortsetzung des Autors David Lagercrantz, auf die Kinoleinwand zurück. Claire Foy spielt erstmals die Rolle der cleveren Hacker-Außenseiterin, die sich mit dem Journalisten Mikael Blomkvist (Sverrir Gudnason) in einem Netz von Spionen, Cyberkriminellen und korrupten Regierungsbeamten wiederfindet. Regie führte Fede Alvarez, der sich bereits mit dem „Evil Dead“-Remake und dem Thriller „Don’t breathe“ als Garant für spannendes Kino empfahl.

REGIE: FEDE ALVAREZ ,USA