Bad Kreuznach/Mainz

Arbeitsmarkt nach wie vor robust

Der Arbeitsmarkt im April zeigte sich Robust, die Arbeitslosenquote im Kreis Bad Kreuznach 6,5 Prozent, im Landkreis Mainz-Bingen bei 4,3 Prozent. Im Landkreis Birkenfeld sank die Quote von 6,7 auf 6,6 Prozent. Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt.

„Der Erholungskurs am Arbeitsmarkt setzt sich auch im April fort. In den Regionen wirken saisonale Effekte noch unterschiedlich stark, die Entwicklung geht jedoch in die richtige Richtung“, so Gundula Sutter, Leiterin der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Auch wenn weiterhin auf hohem Niveau kurzgearbeitet wird, es kommen kaum noch neue Anzeigen von Kurzarbeit hinzu. Die Arbeitslosigkeit sinkt, in einzelnen Personengruppen ist sie niedriger als vor einem Jahr. Die Zahl der Stellenangebote steigt dagegen, Bedarf an Arbeitskräften haben insbesondere Industrie, Wissenschaft und Technik sowie das Handwerk.
Im April setzte sich die Frühjahrsbelebung am regionalen Arbeitsmarkt, die bereits im Februar eingesetzt hatte, fort. Der Rückgang fiel jedoch nicht mehr ganz so stark aus wie noch im März.

Im Vorjahresvergleich wird deutlich, dass sich die Zahl der arbeitslosen Menschen auf ähnlichem Niveau bewegt wie im April 2020. Der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit erfolgte damals von März auf April 2020, seither stabilisiert Kurzarbeit den Arbeitsmarkt sehr umfangreich. Zwischenzeitlich gab es durchaus einige Monate, in denen die Arbeitslosigkeit wieder rückläufig war, allerdings wirkten über den Winter die üblichen saisonalen Veränderungen einem weiteren Abbau entgegen. Dieser setzte nun im Frühjahr wieder ein. In einzelnen Personengruppen (Männer und Jüngere) ist die Arbeitslosigkeit niedriger als vor einem Jahr.
Im Bezirk Bad Kreuznach meldeten sich jedoch im April wieder etwas mehr Menschen als im März nach Erwerbstätigkeit und mehr nach Aus- und Weiterbildung, arbeitslos. Die Anmeldungen nach Aus- und Weiterbildung betrafen Personen nach dem Ende von Maßnahmen und Weiterbildungen, in geringem Um-fang aber auch nach dem Ende der Schulzeit. Dies betrifft wie in jedem Jahr einige Jugendliche, die zurzeit noch keinen festen Plan für die Zeit nach dem Abitur haben.

Gleichzeitig meldeten sich jedoch auch mehr Menschen in diesem Monat aus der Arbeitslosigkeit ab. Auch hier führte insbesondere der Beginn von Maßnahmen und Weiterbildungen, darunter auch in betrieblicher Form, zur Beendigung von Arbeitslosigkeit.
Bei den Zu- und Abgängen zeigt sich deutlich, dass erstmals seit einem Jahr der Vorjahresmonat ebenfalls von der Pandemie beeinflusst war. Die Zugänge in Arbeitslosigkeit liegen, bis auf die Zugänge aus Aus- und Weiterbildung, in allen Kategorien unter dem Vorjahreswert (- 27,2 Prozent) - die Abgänge sehr deutlich darüber (+ 48,8 Prozent).
Auch im Bereich der Agentur für Arbeit Mainz lag sowohl die Zahl der offenen Stellen als auch die Zahl derer, die ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden konnten, deutlich über den Vorjahreswerten.
Die Chefin der Mainzer Arbeitsagentur Heike Strack gibt jedoch zu bedenken, dass der Vorjahresvergleich in diesem Monat nicht überbewertet werden dürfe. „Der April 2020 war der Monat, indem sich der erste Lockdown mit voller Wucht auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. Dies relativiert den positiven Befund beim Blick auf die Vorjahreswerte. Wir sehen allerdings, dass viele, insbesondere gut ausgebildete junge Leute, inzwischen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt finden.“ Die Kehrseite der Medaille sei die weiterhin steigende Langzeitarbeitslosigkeit. „Wer es vor der Krise schon schwer hatte, der hat es jetzt umso schwerer einen neuen Job zu finden“, so Strack.




 
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