Windesheim

Glasfaser bis vor die Haustür

Spatenstich für schnelles Internet: Ende September startete der Ausbau mit Glasfaserleitungen im Landkreis Bad Kreuznach für bisher unterversorgte Gebiete mit einem "Spatenstich" in Windesheim.

Dass der Spatenstich für den flächendeckenden Breitbandausbau im Landkreis Bad Kreuznach in Windesheim stattfand, kommt nicht von ungefähr. Die 1.778-Einwohner-Gemeinde steht für viele ländlich geprägte Kommunen, die bisher noch nicht komplett mit schnellem Internet versorgt sind. Das soll sich ändern: Mit dem Zusammentreffen von politischen Vertretern, Fördergebern von Bund und Land, innogy TelNet, ihrem Verteilnetzbetreiber Westnetz sowie beteiligten Dienstleistern fiel nun der Startschuss, damit bis Ende 2020 alle bisher unterversorgten Adressen im Landkreis an das schnelle Datennetz angebunden werden.

Durch den Einsatz moderner Technologien werden dann bald in den unterversorgten Regionen, den sogenannten „weißen Flecken“, Download-Geschwindigkeiten bis in den Gigabitbereich pro Sekunde möglich sein. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Leiter des Regionalbüros ateneKOM Pietro Pitruzella (Wiesbaden) trafen sich gemeinsam mit Landrätin Bettina Dickes und Vertretern der Kommunen sowie von innogy TelNet und Westnetz vor Ort zum symbolischen ersten Spatenstich für den Breitbandausbau durch innogy im Landkreis Bad Kreuznach. 

„Ich freue mich sehr, den Startschuss für den Gigabit-Ausbau geben zu können. Die Digitalisierung spielt bei Arbeit, Bildung, Kommunikation oder Gesundheit eine wichtige Rolle und bietet die Chance, ländliche Räume attraktiv zu halten“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr Ziel sei, gemeinsam mit allen Bündnispartnern die Voraussetzungen für flächendeckende Gigabit-Netze im ganzen Land zu schaffen. Die Landesregierung unterstütze das Projekt im Landkreis Bad Kreuznach mit 6,3 Millionen Euro.

„Diesen Tag haben wir lange herbeigesehnt. Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist heute ein knallharter Standortfaktor: Der leistungsfähige Ausbau der Mega- und Gigabitnetze bietet insbesondere dem ländlichen Raum und damit unserer Region enorme Chancen“, sagte Landrätin Dickes beim Spatenstich.

„Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag zum Breitbandausbau im Landkreis Bad Kreuznach erhalten haben. Das zeigt, dass wir in der Region mit unserer Kompetenz und Zuverlässigkeit überzeugen konnten“, so Eva Wagner, Leiterin des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück bei Westnetz. „Es ist schön, dass wir bei diesem geförderten Projekt partnerschaftlich mit dem Landkreis zusammenarbeiten und beim Bau und Betrieb des Breitbandnetzes unterstützen können“, ergänzt Sandra Sonnack, Referentin Projekte FTTX/Förderverfahren der innogy TelNet. „Ziel von innogy ist es, auch in den nachfolgenden Jahren jede Synergie zu nutzen, um weitere Adressen an das Glasfasernetz anzuschließen, bis irgendwann jedes Gebäude im Landkreis einen Glasfaseranschluss besitzt. So können wir mit diesem Projekt die landschaftlich schöne Region noch lebenswerter gestalten“, führte sie weiter fort.

innogy TelNet realisiert den Breitbandausbau bei einer Vielzahl von entlegenen Liegenschaften, Aussiedlungen und Gehöften in der technisch modernsten Variante: ein Glasfasernetz mit direkter Glasfaseranbindung in das Gebäude. Man spricht auch von „Fiber to the Home“, kurz FTTH, da die komplette Anbindung in Glasfaser erfolgt. Somit können die dortigen Einwohner Übertragungskapazitäten von 300 Megabit pro Sekunde und mehr beziehen, für Gewerbe und Industrie auch im Gigabitbereich.

Bis Ende 2020 schließt innogy TelNet rund 2.000 Adressen - darunter 56 Gewerbetreibende, 49 Schulen und 14 Krankenhäuser sowie 90 Einzellagen - im Landkreis an das schnelle Netz an. Insgesamt erhalten rund 1.800 Privathäuser in 70 Gemeinden einen Glasfaseranschluss bis ins Haus. Erschlossen werden alle unterversorgten Gebäude der Breitbandausschreibung des Landkreises Bad Kreuznach. Weitere Informationen zum NGA-Ausbau im Landkreis Bad Kreuznach im Internet unter www.innogy.com/badkreuznach. Insgesamt hat innogy in Deutschland bislang mehr als 1 Mio. Menschen in über 300 Städten und Gemeinden für das schnelle Internet erschlossen.

Weiße NGA-Flecken sind diejenigen Gebiete, die keine Breitbandversorgung von mindestens 30 Mbit/s im Download aufweisen und in denen kein Telekommunikationsanbieter einen eigenwirtschaftlichen Ausbau innerhalb von drei Jahren angegkündigt hat.

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