Landrätin Dorothea Schäfer und der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf übergaben die ersten Tablets an der IGS in Nieder-Olm. Foto: Kreisverwaltung/Bardo Faust

MAINZ-BINGEN

iPads für Schüler

Bis Anfang September werden rund 10.000 Geräte an 21 weiterführenden Schulen im Landkreis Mainz-Bingen verteilt. Die IGS Nieder-Olm wurde als erste Schule ausgerüstet.  

Die Aktion „Tablets für alle“ an den weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mainz-Bingen läuft. Ende August überreichten Landrätin Dorothea Schäfer und der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf die ersten Geräte an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Nieder-Olm. „Ich bin froh, dass wir mit diesem Projekt nun starten können“, sagte die Landrätin: „Wir wissen nicht, wie es in den nächsten Monaten weitergeht mit dem Unterricht, ob es wieder zu Einschränkungen oder gar Schließungen kommt. Deshalb ist dies jetzt der richtige Schritt“. Der 1. Kreisbeigeordnete Steffen Wolf fügte hinzu: „Als Bildungslandkreis schaffen wir damit die optimalen Voraussetzungen, damit unsere Schülerinnen und Schüler künftig für den digitalen Unterricht gerüstet sind.“ Bis zum 11. September wird jetzt täglich eine andere der 21 Schulen vom Kreis beliefert.
 
Bisher sind über 9.000 Anträge für iPads bei der Schulabteilung eingegangen, davon knapp 900 von Lehrkräften und mehr als 8.000 von Schülerinnen und Schülern. Zudem sind bereits 3.300 iPads an Schulen im Einsatz, die bereits in den vergangenen Jahren als Pilotprojekte den digitalen Unterricht zumindest in einzelnen Klassen eingeführt hatten. Bis zu 1100 WLAN-Access-Points sind kürzlich installiert worden, damit die Geräte auch so genutzt werden können, wie es die einzelnen Schulen mit ihren jeweiligen Konzepten vorsehen. „Wir haben geplant, alle Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mainz-Bingen 1:1 mit Tablets auszustatten“, erklärte Steffen Wolf. In der Endausbaustufe würde dies bedeuten, dass mehr als 17.000 Geräte eingesetzt sein werden. Das bedeutet für all‘ diejenigen, die aus den unterschiedlichsten Gründen noch keinen Antrag gestellt haben, dass sie dies noch nachholen können. Die Kinder bekommen die Geräte dann zeitnah nachgeliefert.
 
Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt, dann sind die Geräte abgeschrieben und werden ausgetauscht. Für diesen Zeitraum finanziert der Landkreis die Geräte mit insgesamt 8,1 Millionen Euro vor. Der Kreistag hat dies im Frühsommer in großer Einigkeit beschlossen. Im Laufe der vier Jahre fließen rund vier Millionen Euro an Elternbeiträgen zurück – jedes iPad finanzieren die Eltern mit einem Beitrag von sieben Euro pro Monat mit. Die soziale Komponente ist aber ebenfalls berücksichtigt: „Wer Lernmittelfreiheit hat, der braucht auch für das Tablet nichts zu bezahlen“, erläuterten die Landrätin und der Kreisbeigeordnete. Rund drei Millionen Euro gibt es zudem an Zuschüssen von Land und Bund. Am Ende bleibt eine Million Euro beim Kreis hängen.

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