MEISENHEIM

Neues Naheland-Jahrbuch erschienen

In feierlicher Runde präsentierten Landrätin Bettina Dickes und das ehrenamtliche Autorenteam das Naheland-Jahrbuch 2022 im Haus der Begegnung in Meisenheim.

Im würdigen Rahmen, musikalisch untermalt von einem Ensemble des Becherbacher Brückenchores, fand die Präsentation in der ehemaligen Synagoge einen sehr würdevollen Rahmen. „Es ist immer wieder etwas ganz besonderes, das Naheland-Jahrbuch präsentieren zu dürfen“, freute sich Landrätin Bettina Dickes hervor. Das von vielen ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren um das Redaktionsteam und Redaktionsleiterin Dr. Christa Schneider erstellte Werk stelle mit seinen jährlich wechselnden Themen eine Chronik des Landkreises dar, die die Vielseitigkeit der Geschichte in zahlreichen Facetten festhalte. „Es ist ein Stück Heimatgeschichte, in der es Spaß macht, zu blättern und zu schmökern“, so die Landrätin. Schon beim ersten Durchblättern sei sie an schönen Geschichten rund um die Kirchen im Landkreis gestolpert. So etwa über die Hintergründe zur Kirche in Eckweiler, die als einziges Gebäude des Orts erhalten blieb oder den Altarstreit anno dazumal in Mandel, in den sich der damalige Landrat erfolglos einzumischen versuchte. „Auch die vielen kleinen Anekdoten, die in den gelungenen Texten zu finden sind, machen das Buch immer wieder zu etwas ganz besonderem“.
Günther Lenhoff, der dem Vorstand des Träger- und Fördervereins der Synagoge Meisenheim e.V. angehört, bemerkte, man habe den Ort für die Präsentation kaum besser wählen können. Denn auch die Synagoge in Meisenheim habe eine lange Kirchengeschichte. Er verdeutlichte diese Geschichte mit Blicken auf die Blütezeit des jüdischen Lebens in Meisenheim, aber auch auf die furchtbaren Jahre des Nationalsozialismus. Denn genau 83 Jahre vor der Präsentation des Naheland-Jahrbuchs 2022 wurde am 9. November 1938 auch die Synagoge in Meisenheim Opfer von nationalsozialistischem Hass. Lehnhoff erinnerte daran, dass an diesem Tag auch in Meisenheim jüdisches Leben erlosch. Die Eingangstür der Synagoge sei durch ein Rollkommando der SA zertrümmert, die Inneneinrichtung zerstört, die Thorarollen aus dem Schrein entwendet und die Kunstgegenstände gestohlen worden. 42 Stolpersteine in der Stadt erinnern als Mahnung an diese dunkle Zeit. Seit 1988 ist die ehemalige Synagoge Meisenheim ein Haus der Begegnung.
Mit einer mundartlichen Lesung von Elfriede Karsch zur Heiligen Hildegard vom Disibodenberg fand die Feierstunde ihren Abschluss.

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