(v. l.) Werner Federhenn (Teamleiter Bade- & Saunawelt), Eveline Breyer (Bürgermeisterin der Stadt Ingelheim am Rhein) und Prof. Dr. Lutz Thieme (Hochschule Koblenz).

Bingen/Ingelheim/Gau-Algesheim

Schwimmer oder nicht Schwimmer?

Kann mein Kind ohne Begleitung die „rheinwelle“ besuchen? Viele Eltern stehen vor dieser schwierigen Frage. Reicht das „Seepferdchen“?

Welche schwimmerischen Fähigkeiten sollte das Kind beherrschen? Die „rheinwelle“ hat nun gemeinsam mit Schwimmsport treibenden Vereinen, Schulen und den Städten Bingen am Rhein und Ingelheim am Rhein Verhaltensregeln entwickelt, die den Aufenthalt sicherer machen.

Ein Flyer soll Eltern eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob sie ihr Kind guten Gewissens alleine ins Schwimmbad gehen lassen können

„30 Jahre lang rang die Kultusministerkonferenz der Länder um die Definition, was es eigentlich bedeutet, schwimmen zu können. Eine einheitliche Antwort darauf gab es bisher nicht“, stellte Professor Dr. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz bei der Vorstellung des Flyers fest. 

Gemeinsam mit der Ingelheimer Bürgermeisterin Eveline Breyer, Schulen und Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Tauch- und Schwimmvereine wurde das Ergebnis nun der Öffentlichkeit präsentiert. 

Der ansprechend gestaltete Flyer gibt Eltern anhand von sechs Kriterien, die entscheidende Kernkompetenzen abfragen, eine Entscheidungshilfe an die Hand, ob ihr Kind in der Lage ist, ein Schwimmbad mit Sportbecken alleine zu besuchen. „Ich habe durch die Mitarbeit an diesem Flyer einen ganz neuen Blickwinkel auf das Schwimmenlernen meiner Tochter erhalten“, erklärte Ingelheims Bürgermeisterin Eveline Breyer bei der Vorstellung. 

Der Flyer wird künftig gezielt in Schwimmkursen, Vereinen und in der Rheinwelle verteilt.  

Diese Kompetenzen sind erforderlich, wenn ein Kind ein Schwimmbad mit Sportbecken alleine besuchen will: 

1. Strecke/Zeit

Kann Ihr Kind sich 15 Minuten im Wasser bewegen und dabei mindestens 200 Meter zurücklegen (egal in welcher Technik) – ohne sich am Beckenrand oder einer Leine festzuhalten?

Kann es dabei mindestens einmal von Bauch- zu Rückenlage wechseln?

2. Springen: 

Kann Ihr Kind vom Startblock springen und selbstständig zum Beckenrand zurückschwimmen? 

3. Tauchen: 

Kann Ihr Kind eine Strecke von sieben Metern (ohne Sprung vom Beckenrand) komplett unter Wasser zurücklegen und dabei ausatmen. 

Kann Ihr Kind einen Ring aus mindestens 1,8 Metern Wassertiefe holen – ohne Schwimmbrille und ohne Sprung? 

4. Atmen: 

Schafft Ihr Kind fünf Wasserklimmzüge? (Mit den Händen am Beckenrand einmal kurz und tief einatmen, dann am Beckenrand unter Wasser drücken und dort lang und kontinuierlich ausatmen. Erst dann am Beckenrand wieder nach oben ziehen.)

5. Kenntnisse: 

Beherrscht Ihr Kind die10 Baderegeln?

6. Selbsteinschätzung: 

Ist Ihr Kind in der Lage, seine eigene Leistungsfähigkeiten realistisch einzuschätzen?

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