Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen auf 6,2 Mrd. EUR, was 23,2 % des Konzernumsatzes ausmacht. Dieser wuchs um 6,1 % auf 26,8 Mrd. EUR. "Da unsere aktuelle Pipeline weiter reift und mehr Produkte sich einer möglichen Markteinführung nähern, sind wir in eine entscheidende Phase hoher Investitionen eingetreten", sagte Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung. "Nun kommt es darauf an, dass wir jede Gelegenheit nutzen, um diese neuen Behandlungen so schnell wie möglich zu den Patienten zu bringen - das hat für uns oberste Priorität."
Der Umsatz im Bereich Human Pharma stieg um 7,0 % auf 21,9 Mrd. EUR. Die Forschungspipeline im Bereich Human Pharma umfasst mehr als zehn neue Phase-II- und Phase-III-Studien. Diese starten in den kommenden 12 bis 18 Monaten und werden in den nächsten fünf Jahren zu einer Reihe bedeutender Markteinführungen beitragen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Bereich Human Pharma stiegen auf 5,7 Mrd. EUR oder 27,6 % des Nettoumsatzes des Geschäftsbereichs.
"In den zurückliegenden fünf Jahren hat Boehringer Ingelheim rund 25 Mrd. EUR in die Forschung und Entwicklung im Bereich Human Pharma investiert", sagte Frank Hübler, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für Finanzen. "Mit den Innovationen, die wir derzeit in unserer Pipeline haben, werden wir die Investitionen in Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren weiter erhöhen."
Nach positiven Daten aus zulassungsrelevanten Studien bereitet das Unternehmen eine Reihe neuer Produkteinführungen vor, die in diesem Jahr beginnen soll.
Der Umsatz im Bereich Tiergesundheit stieg im Jahr 2024 um 1,9 % auf 4,7 Milliarden Euro, was vor allem auf Haustier-Antiparasitika und -Therapeutika, sowie Medikamente für Geflügel und Nutztiere zurückzuführen ist.
Im vergangenen Jahr unterstützte Boehringer Ingelheim Landwirte und Behörden mit der schnellen Bereitstellung von Impfstoffen und technischer Hilfe bei Ausbrüchen grenzüberschreitender Tierkrankheiten wie der Vogelgrippe, dem Blauzungenvirus und der Maul- und Klauenseuche. Diese Krankheiten stellen ein erhebliches Risiko für die Gesundheit von Menschen und Tieren dar, behindern den Welthandel und schränken die Nahrungsmittelversorgung ein.
Boehringer Ingelheim ist auf dem besten Weg, bis 2030 in seinen Geschäftstätigkeiten klimaneutral zu werden. Der weltweite Anteil des aus erneuerbaren Energien bezogenen Stroms stieg bis 2024 auf rund 75 %. Dies ist vor allem auf die Umstellung auf erneuerbare Lösungen an verschiedenen Standorten, darunter Japan und China, zurückzuführen. In Deutschland, am Standort Ingelheim, wurde zudem ein neues Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen, um die Erzeugung erneuerbarer Energien vor Ort auf 95 % des Bedarfs zu erhöhen.
Im Rahmen des weltweiten Programms "STOP Rabies" zur Bekämpfung von Tollwut hat das Unternehmen 2024 rund 46 Millionen Dosen Tollwutimpfstoff bereitgestellt und Impfkampagnen in betroffenen Ländern unterstützt. Die Initiative "Angels", die darauf abzielt, die Behandlungsqualität in bestehenden Schlaganfallzentren zu optimieren, hat über 1.000 Organisationen in das Netzwerk aufgenommen. Sie ist die größte Schlaganfall-Community der Welt, die mittlerweile 237.000 medizinische Fachkräfte aus mehr als 9.000 Krankenhäusern in 158 Ländern umfasst und bisher 19 Millionen Schlaganfallpatienten geholfen hat.
Es wird erwartet, dass sich die übergreifenden Trends und Entwicklungen des vergangenen Jahres auch im Jahr 2025 auswirken werden. Das Unternehmen rechnet mit einem anhaltenden Anstieg der Zahl erreichter Patientinnen und Patienten und einem leichten Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr, bereinigt um Währungs- und Sondereffekte.

