Die Unterzeichnung fand im Beisein von Liegenschaftsdezernent Markus Schlosser, dem Geschäftsführer des Lebenshilfe Chancen-Zentrums Andreas Neumann und Ortsvorsteherin Birgit Ensminger-Busse im Rathaus statt.
Mit der Übernahme der Nahefähre setzt das Lebenshilfe Chancen-Zentrum ein neues inklusives Projekt um, das es Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht, gemeinsam im Fährbetrieb tätig zu sein – ganz nach ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen. Ziel des Projekts ist es, allen Menschen eine sinnstiftende Beschäftigung zu bieten. Ob beim Ticketverkauf, der Wartung der Boote oder als unterstützende Begleitung auf der Fähre – jeder kann eine Aufgabe übernehmen, die den eigenen Stärken entspricht. Es werden Arbeitsplätze geschaffen, an denen jeder seine Talente einbringen kann.
„Die Huttental-Fähre ist ein wichtiges Stück Stadtgeschichte. Mit dem Lebenshilfe Chancen-Zentrum haben wir einen engagierten Partner gefunden, der nicht nur den Fährbetrieb sichert, sondern auch ein vorbildliches Inklusionsprojekt auf die Beine stellt. Ich freue mich sehr, dass die traditionsreiche Verbindung über die Nahe in diesem Sinne fortgeführt wird“, betonte Markus Schlosser bei der Vertragsunterzeichnung.
Andreas Neumann ergänzte: „Die Huttentalfähre ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Region, sondern bietet auch eine wunderbare Gelegenheit, Inklusion im Alltag zu leben. Die Fähre bleibt für Besucherinnen und Besucher wie gewohnt in Betrieb und lädt dazu ein, die wunderschöne Natur rund um das Huttental zu erkunden. Auch die beliebten Tretboote stehen weiterhin zur Verfügung und werden von den Mitarbeitenden des Chancen-Zentrums betreut. Wir freuen uns auf unsere erste Saison im Hutteltal!“
Nach 14 Jahren als Fährmann hatte sich Hans-Joachim „Hajo“ Gellweiler im vergangenen Oktober in den Ruhestand verabschiedet. Die Suche nach einem Nachfolger war auf großes Interesse gestoßen – es gab mehrere Bewerber für den Fährbetrieb. Im November hatte der Stadtrat im nicht öffentlichen Teil der Sitzung der Vergabe der Pacht an das Lebenshilfe Chancen-Zentrum zugestimmt.
„Ich freue mich über die schnelle Neubesetzung. Wir werden vom Stadtteil alles tun, damit dieses Projekt zu einem Erfolg wird“, so Ortsvorsteherin Birgit Ensminger-Busse. Die Stadt Bad Kreuznach und das Lebenshilfe Chancen-Zentrum laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die neue Fährsaison mit einer ersten Überfahrt zu eröffnen.

