BTV-3 verursacht bei Schafen und Rindern schwere klinische Symptome, bei Schafen einhergehend mit erhöhter Mortalität. Neben dem erheblichen Tierleid können Ausbrüche zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten für Landwirte führen, den internationalen Handel beeinträchtigen und die Nahrungsmittelversorgung einschränken. Folglich ist der Bedarf an wirksamen Strategien zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens, insbesondere durch Impfungen, nach wie vor hoch.
Bisher wurden in Deutschland mehr als 13 Millionen Impfdosen bereitgestellt, um die Ausbreitung von BTV-3 und seine verheerenden Auswirkungen einzudämmen. Der von Boehringer Ingelheim zusammen mit seinem Partner Bioveta entwickelte Impfstoff zeigt eine sehr gute Verträglichkeit und Wirksamkeit. Das nationale Referenzlabor für BTV am Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat dazu erste Daten veröffentlicht.
"Unser Impfstoff schützt die Gesundheit von Schafen und Rindern und sichert damit die Lebensgrundlage derjenigen, die sich um sie kümmern. Die Zulassung unterstreicht unser Engagement, Landwirte, Tierärzte und Behörden bei der Bekämpfung von BTV-3 zu unterstützen", sagt Barbara Umbs, Leiterin des Nutztierbereichs bei Boehringer Ingelheim. "Anzeigepflichtige Tierseuchen wie die Blauzungenkrankheit stellen nach wie vor eine erhebliche Bedrohung dar, was die Notwendigkeit langfristiger präventiver Lösungen zum Schutz unserer Nutztiere unterstreicht."

