Eine Weinstube und zwei stilvolle Appartements befinden sich in dem Gebäude, das als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Das 1609 erbaute Brückenhaus ist das Älteste auf der Alten Nahebrücke.
Gemeinsam mit den Eigentümern, der Familie Endemann, und der der Familie Klopfer als Betreiber der Weinstube feierte Oberbürgermeister Emanuel Letz gemeinsam mit Gästen aus Politik und Gesellschaft den Abschluss der umfangreichen Baumaßnahmen.
Rund zwei Millionen Euro hat der Binger Bauunternehmer Klaus Endemann in den Erhalt und die Sanierung des Hauses investiert. Architekt Sandro Ferri, Spezialist für die Sanierung historischer Bausubstanz, hatte dabei viele knifflige Probleme zu lösen. Verfaulte Balken, ungeeignete Materialien, überraschende Konstruktionen und viele Diskussionen mit den Bau- und Denkmalbehörden. Nun zeigt es sich wieder repräsentativ auf der Brücke.
Die Weinstube der Familie Klopfer hatte bereits Ende Mai eröffnet, nun sind auch die beiden Ferienwohnungen vollendet und können ab 1. August gemietet werden. Betreiber sind Dunja Endemann und ihre Geschäftspartnerin Jenny Schirra.
Oberbürgermeister Emanuel Letz betonte:„Das Brückenhaus mit der Schwedenkugel ist ein ganz besonderes Juwel unserer Stadtgeschichte. Mit der Vollendung der Sanierung ist ein wichtiger Meilenstein für unser historisches Stadtbild erreicht. Als Gesamtensemble aus Weinstube und Ferienwohnungen bietet das Gebäude einen echten Mehrwert für unsere Gäste, Bürgerinnen und Bürger. Mein besonderer Dank gilt der Familie Endemann für ihr herausragendes Engagement, ein Stück Bad Kreuznacher Geschichte für künftige Generationen zu bewahren, der Familie Klopfer sowie allen Beteiligten, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.“
Das älteste der historischen Brückenhäuser auf der Alten Nahebrücke in Bad Kreuznach wurde im Jahr 1609 erbaut. Die sichtbare Kanonenkugel an der Fassade, ein Relikt aus dem Dreißigjährigen Krieg.
Von 1965 bis 2008 betrieben bereits vier Pächter eine Weinstube im Brückenhaus. Nach jahrelangem Leerstand drohte dem Fachwerkhaus der Verfall, bis Klaus Endemann die aufwendige Sanierung übernahm. Dabei wurde die ursprüngliche Bausubstanz behutsam freigelegt und nach historischem Vorbild restauriert. Mit Hilfe von Farbanalysen konnte sogar die historische Farbgebung rekonstruiert werden. Das Fachwerk liegt nun wieder frei, obwohl die Denkmalbehörde zunächst darauf Bestaden hatte, das Haus wieder zu verputzen.

