Das Absatzvolumen stieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Wachstum sorgte allerdings ausschließlich das erste Quartal, in dem die Umsatzerlöse um 4,3 Prozent auf 152,2 Millionen Euro stiegen. Im zweiten Quartal dagegen sank der Umsatz leicht von 152,1 Millionen auf 149,8 Mio. Euro – auch aufgrund des globalen Zollstreits, wie das Unternehmen betont.
Das operative Ergebnis (EBIT) ist im ersten Halbjahr auf 17,2 Millionen Euro (Vorjahr 21 Millionen) zurückgegangen. Der Rückgang sei fast ausschließlich auf Währungseffekte, vor allem durch unrealisierte Kursverluste aus China, zurückzuführen. Trotz der unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen und einer im ersten Halbjahr unter der Zielmarke liegenden EBIT-Marge, hält SIMONA an seiner Prognose eines Konzernumsatzes von 610 bis 620 Millionen Euro und einer Konzern-EBIT-Marge von sechs bis acht Prozent für das Geschäftsjahr 2025 fest.
„Wir konnten Umsatz und Absatz in einem von hoher Unsicherheit durch die Zollankündigungen der amerikanischen Regierung und geopolitischer Konflikte geprägten Umfeld in den ersten sechs Monaten steigern. Das ist vor allem einem Wachstum bei Infrastrukturanwendungen in unserer Geschäftsregion Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) zu verdanken", erklärt der Vorstandsvorsitzende der SIMONA AG, Matthias Schönberg.
"Hier konnten wir Projekte im Schutz von Kabeln für den Energietransport gewinnen und haben uns mit der Schweißtechnologie SimoClearWeld als technologieführender und innovativer Anbieter in diesem Markt positioniert. Die jüngste Akquisition der beiden niederländischen Unternehmen Electroplast und Dutchclamp – deren Zahlen noch nicht im Halbjahresergebnis enthalten sind – wird unsere Marktstellung und Profitabilität in EMEA stärken."
Mit dem erzielten Ergebnis der ersten sechs Monate sei das Unternehmen nicht zufrieden. Währungseffekte und höhere Betriebskosten haben es belastet. "Dieses Ziel zu erreichen, wird auch von der Entwicklung des US-Dollars und des chinesischen Renminbis abhängen."
Die Umsatzerlöse der Region Amerika sind von 91,4 Millionen im Vorjahr um sechs Prozent auf 85,9 Millionen Euro gesunken. Hauptgründe waren die weiterhin verhaltene Nachfrage in den Business Lines Mobility und Advertising & Building sowie nach Freizeitanwendungen. In der Region Asien-Pazifik sank der Umsatz von 25,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 22,7 Millionen Euro. Gründe waren die schwache Nachfrage in Photovoltaik und chemischer Industrie, während mit Halbleiter-Anwendungen ein Wachstum erzielt werden konnte.

