Dass auch Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen ambitioniert Sport treiben können, veranschaulichten die Vertreter der drei Vereine, denen der Vorstand der Regionalinitiative je einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro überreichte. Die Begünstigten waren die Sportfreunde Diakonie aus Bad Kreuznach, die Fußballtennis-Abteilung der Sportvereinigung Nahbollenbach sowie der Turn- und Sportverein Sörgenloch.
Uli Klein, Vorsitzender Sportfreunde Diakonie, erläuterte die Herausforderungen für seinen Verein. Insbesondere die Nachwuchsgewinnung im ehrenamtlichen Bereich sah er als eine der Größten. Die Sportfreunde sind auch im Leistungssport aktiv, insbesondere im Rollstuhlbasketball, im paralympischen Boccia und im Powerchair-Hockey. Sportarten, bei denen Wettkämpfe häufig nur mit großem finanziellen Aufwand betrieben werden können. Doch auch im Breitensport ist der Verein gut aufgestellt, insbesondere mit seiner Tischtennis-Abteilung.
Karl-August Schmieden ist Vorsitzender der Behindertensportgruppe der Spielvereinigung Nahbollenbach. In der Abteilung wird Fußballtennis gespielt, eine Sportart, bei der es vor allem auf technisches Geschick ankommt. Sechsmal wurde die Mannschaft Deutscher Meister, erstmals 1991, und viele weitere Podiums-Platzierungen und Landesmeisterschaften bereichern die Vereinsgeschichte. „Unser größtes Problem ist die Nachwuchsgewinnung“, erklärte Schmieden bei der Scheckübergabe. Viele Leistungsträger seien bereits im Rentenalter. Mitspielen können übrigens auch Nicht-Behinderte. Die Spende der Regionalinitiative soll unteranderem dazu genutzt werden, eine weitere Deutsche Meisterschaft im Fußballtennis auszurichten.
Mehr auf den Breitensport fokussiert ist der Turn- und Sportverein Sörgenloch in Rheinhessen. Als klassischer Mehrsparten-Sportverein machte man sich Gedanken über die zukünftige Nutzung eines Hartplatzes, denn die Fußballer hatten zwischenzeitlich einen Rasenplatz erhalten. Also schuf man auf der freien Fläche einen Mehrgenerationenplatz, auf dem mehrere Sportarten gespielt werden können – von Boule bis Beachvolleyball.
Die Boule-Abteilung begann, sich für Rollstuhlfahrer zu öffnen, der Einstieg in inklusive Sportartangebote. Unter anderem werden gemeinsame Trainingstage für demenzkranke Menschen angeboten, Inklusionstage veranstaltet und ein „Vielfalt-bewegt-uns-Tag“ ausgerichtet, wie der Vorsitzende Thorsten Wettig erläuterte.
Die Spende kommt zur rechten Zeit, denn die Umrandung des Boule-Platzes muss erneuert werden, außerdem sind weitere Inklusionsveranstaltungen geplant.
„Unser Ziel ist es, mit den Spenden denjenigen zu helfen, die anderen helfen oder selbst nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, erklärte der Vorsitzende der Regionalinitiative, Stefan Langenfeld. Deshalb werden im Rahmen des Sommerfestes seit einigen Jahren Charity-Bändchen verkauft.
„Es ist immer wieder eine Bereicherung für uns zu sehen, wie dieses Geld eingesetzt wird und welch großartiges Engagement wir damit unterstützen können“, so Langenfeld.
Die nächste große Veranstaltung steht bereits bevor: Am Freitag, den 28. November findet der traditionelle Wirtschaftstag im Bad Kreuznacher Kurhaus statt. Gastredner ist Christian Sievers, Moderator des ZDF heute journals.

