63 Prozent der politisch engagierten Frauen in Deutschland erleben digitale Gewalt. Für die CDU-Politikerin ist klar: „Das ist nicht nur ein persönlicher Angriff – das ist ein Angriff auf unsere Demokratie.“
Julia Klöckner hebt hervor, dass digitale Gewalt längst ein strategisches Mittel sei, um Frauen mundtot zu machen. „Wenn über die Hälfte der politisch aktiven Frauen im Netz eingeschüchtert, beleidigt oder bedroht wird, dann ist das ein Warnsignal für uns alle. Keine Frau sollte aus Angst vor digitalem Hass auf ihr Engagement verzichten müssen.“
Zum Orange Day am 25. November setzen Julia Klöckner, Petra Ender, Vorsitzende der Frauen Union im Kreis Bad Kreuznach, und Katharina Gräff, CDU-Landtagskandidatin, ein Zeichen gegen jede Form von Gewalt. Die Politikerinnen machen deutlich, dass Partnerschaftsgewalt, Übergriffe im öffentlichen Raum und digitale Angriffe nicht losgelöst voneinander betrachtet werden dürfen – alle Formen sind Ausdruck struktureller Gewalt gegen Frauen.
Petra Ender betont: „Gewalt beginnt oft im Kleinen – in Herabwürdigungen, Drohungen oder digitalem Stalking. Doch die Eskalationsspirale ist real. Wer Frauen einschüchtert oder kontrolliert, greift ihre Freiheit und damit das Fundament unserer Gesellschaft an.“
Katharina Gräff ergänzt: „Jede Frau hat das Recht auf Sicherheit und Selbstbestimmung. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Frauen sich frei entfalten können – ohne Angst, weder im öffentlichen Leben noch online.“
Julia Klöckner, die sich seit vielen Jahren bei der Hilfsorganisation Plan International Deutschland e.V. und im „Weißen Ring“ engagiert, verweist auf die zentrale Bedeutung von Prävention und einem starken Hilfesystem: Frauenhäuser, Beratungsstellen und Opferschutzangebote müssen ausgebaut und niedrigschwellig zugänglich sein. „Zu viele Betroffene schweigen aus Angst oder Scham. Wir brauchen Orte, an denen Frauen sofort und sicher Hilfe finden.“
Der Orange Day ruft die Gesellschaft dazu auf, Haltung zu zeigen und Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen – durch Aktionen, Aufklärung und das Tragen der Farbe Orange.
„Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema – sie betrifft uns alle, offline wie online“, so Julia Klöckner. „Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass Frauen sicher leben, sich politisch engagieren und frei äußern können – ohne Angst, weder auf der Straße noch im Netz.“
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Unter der kostenfreien Telefonnummer 116 016 können Betroffene rund um die Uhr Beratung und Unterstützung erhalten – anonym und vertraulich.

