„Wir sind bestürzt und tief betroffen vom plötzlichen Tod unseres Freundes, politischen Begleiters und Herzblut-Genossen Michael Simon. Aus dem Nichts wurde er gestern Nacht durch einen plötzlichen Tod aus dem Leben gerissen. Das Leid für seine Familie muss unermesslich sein. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen“, erklärten die rheinland-pfälzische SPD Vorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Alexander Schweitzer, Ministerpräsident, SPD.
Seit 2021 ist der Vollblutpolitiker Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags und setzte sich damals überraschend gegen seine Mitbewerberin Julia Klöckner durch.
Auch sie äußerte sich bestürzt: „Die Nachricht von Michael Simons Tod klingt so unwirklich. Wir sind etwa gleich alt, und seit vielen Jahren begegneten wir uns regelmäßig sowohl in der Kommunal- als auch in der Landespolitik. Dabei war es schön, dass wir uns auch immer persönlich austauschen konnten ohne parteipolitische Schere im Kopf. Michael war ein aufrichtiger, kämpferischer Sozialdemokrat mit dem Herz am richtigen Fleck. Sein Tod macht mich betroffen und nachdenklich, seiner Familie wünsche ich viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.“
Nach einer erfolgreichen Konditorlehre arbeitete Michael Simon als Zivildienstleistender in einer Rheumaklinik und holte später auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach. Anschließend studierte er Sozialpädagogik.
„Er arbeitete in der Wohnungslosenhilfe und der Diakonie. Von sozialer Gerechtigkeit, Solidarität und Nächstenliebe war sein politisches Engagement zutiefst geprägt. Er hat von der Pieke auf gelernt, wie man politische Ziele in einer Verwaltung konkret umsetzen kann“, so Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Von 2003 bis 2021 hat Michael Simon im Jugendamt Mainz-Bingen gearbeitet, bevor er 2021 für die SPD in den Landtag einzog.
Außerdem war er Mitglied des Kreistages Bad Kreuznach, des Verbandsgemeinderates Bad Kreuznach und des Rats seiner Heimatgemeinde.
Bei der Wahl im März 2026 wollte er erneut für den Landtag kandidieren.

