Mit der Entscheidung des Landes erhalten forschungsstarke Hochschulen für angewandte Wissenschaften erstmals das Recht, den akademischen Grad eines Doktors zu verleihen. Das Promotionsrecht wird in Rheinland-Pfalz clusterbasiert vergeben, wobei jeweils mehrere Hochschulen ihre Forschungsstärken in jeweils thematischen Clustern bündeln und eine Hochschule die koordinierende Funktion übernimmt.
Die Hochschule Trier ist in allen drei bewilligten Promotionsclustern vertreten, in denen Doktorandinnen und Doktoranden an zentralen Zukunftsthemen in und für Rheinland-Pfalz forschen: Im von der Hochschule Trier federführend koordinierten Cluster Angewandte Informatik forschen die Promovierenden unter anderem an Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung. Die weiteren Cluster beschäftigen sich mit Medical and Environmental Life Sciences und Nachhaltiger Technik und Naturwissenschaften. In diesem Cluster ist die Hochschule Bingen vertreten – gemeinsam mit der koordinierenden Hochschule Kaiserslautern, der Hochschule Koblenz und der Hochschule Trier. Außerdem ist sie am Custer Nachhaltige Technik und Naturwissenschaften“ beteiligt. Dieses wird von der Hochschule Koblenz koordiniert. Beteiligt sind weiterhin die Hochschulen Kaiserslautern, Mainz und Trier.
Im Promotionscluster Angewandte Informatik verantwortet die Hochschule Trier die strategische Weiterentwicklung des Clusters, die Abstimmung gemeinsamer Strukturen sowie die Qualitätssicherung der Promotionsverfahren. Ziel ist es, verlässliche, transparente Rahmenbedingungen für strukturierte Promotionen zu schaffen und die Kooperation der beteiligten Hochschulen – untereinander, aber auch mit weiteren Partnern aus der Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie – langfristig zu stärken.
Die Präsidentin der Hochschule Trier, Professorin Dorit Schumann, erklärt: „Das Promotionsrecht ist ein Meilenstein für die Hochschule Trier und das Ergebnis eines langen, strategischen Aufbaus. Es bestätigt die Forschungsstärke unserer Professorinnen und Professoren und ist eine klare Anerkennung der wissenschaftlichen Qualität und Promotionskompetenz an Hochschulen für angewandte Wissenschaften.“
Wissenschaftsminister Clemens Hoch (3. v. l.) während einem Besuch am Umwelt-Campus Birkenfeld im Juni 2025 mit Präsidentin Prof. Dr. Dorit Schumann und dem Vizepräsident für Forschung Prof. Dr. Henrik te Heesen (2. v. l.).

