Seit über 30 Jahren verbindet Urban Weber Physik und Materialwissenschaft. Der Wunsch zu ergründen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, hat ihn zur Physik geführt. Nach dem Studium an Universitäten in Saarbrücken, Manchester und Kaiserslautern forschte er bei SCHOTT zu Oberflächenanalytik und Beschichtungen, etwa für Solarzellen oder Laser-Scheinwerfer.
An der TH Bingen prägte Professor Weber als Studiengangleiter den Master „Green Engineering“ und entwickelte den kooperativen Studiengang „Infrastruktur für nachhaltige Quartiere“ mit. Aktuell beschäftigt ihn die Frage, wie es gelingen kann, fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas oder Kohle durch erneuerbare Energien und Wärmetechnologien zu ersetzen.
„Mir ist wichtig, dass an der Hochschule exzellente wissenschaftliche Praxis gelebt wird und erlebbar ist“, betont Weber. Forschung sei nicht nur Teil der Identität der Hochschule, sondern stärke auch Ressourcen durch innovative Projekte. „Wir wollen unsere Forschungsstrategie weiterentwickeln und die Sichtbarkeit der Forschung an der TH Bingen verstärken“, beschreibt der neue Vizepräsident seine Schwerpunkte. Weitere Ziele sind, die interne Vernetzung auszubauen sowie eine sichere und zuverlässige IT-Infrastruktur an der Hochschule zu gewährleisten.
Dabei ist Weber ein gutes Miteinander wichtig: „Freude macht mir bei der Arbeit, wenn aus den Gedanken vieler ein Konzept und ein gemeinsamer Gestaltungswille entsteht.“
Kurze Wege und bedeutsame Momente schätzt Weber besonders – ob beim Radfahren zur Hochschule oder wenn Studierende in der Vorlesung merken: „Ach so, jetzt hab ich’s verstanden!“ Ebenfalls inspiriert ihn, wenn beim zwanglosen Ideenaustausch im Kaffeeraum herzhaft gelacht wird.
Präsidentin Prof. Dr. Antje Krause gratuliert: „Urban Weber bereichert das Präsidium mit seiner Teamorientierung und seiner Fähigkeit, auch in arbeitsintensiven Phasen Ruhe zu bewahren und sich Zeit für Reflexion zu nehmen.“ Gleichzeitig verabschiedet sie Prof. Dr.-Ing. Stephan Eder, der seit 2022 das Amt innehatte. „Stephan Eder hat sich in den vergangenen vier Jahren für die Forschung eingesetzt und die Zusammenarbeit mit Unternehmen gestärkt. In den Formaten „Innovationsfluss Nahe“ und „THinkTank“ konnte der enge Austausch mit regionalen Unternehmen nach der Pandemie wieder aufleben. Mit dem hochschuleigenen IT-Team hat er eine zuverlässige IT-Infrastruktur selbst unter schwierigen Bedingungen sichergestellt.“ Eder bedankt sich bei den Mitgliedern des Präsidiums für die gute Zusammenarbeit und insbesondere bei den Mitarbeitenden in seinen Referaten für die hervorragende Arbeit in den letzten vier Jahren und wünscht seinem Nachfolger viel Erfolg und Freude am Gestalten.

