Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen. Gemeinsam mit Baufirmen sowie Planungs- und Projektbeteiligten feierten rund 60 Gäste diesen Anlass auf der Baustelle. Traditioneller Höhepunkt des Richtfestes war der Richtspruch: Zimmermann Pascal Sahm trug ihn vor und wünschte dem Bauwerk und seinen künftigen Nutzern Glück und Bestand. Mit dem anschließenden symbolischen Anstoßen wurde der erfolgreiche Abschluss der Rohbauphase gewürdigt.
Zu den anwesenden Ehrengästen zählten u.a. der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling, Vertreter der Fördermittelgeber, der Beigeordnete der Stadt Bingen und Verbandsvorsteher des Zweckverbands Regionalbad Bingen - Ingelheim Sebastian Hamann, die Ingelheimer Bürgermeisterin und stellvertretende Verbandsvorsteherin Eveline Breyer, der Gau-Algesheimer Bürgermeister Michael König sowie Mitglieder des Zweckverbands und des Aufsichtsrats der Regionalbad Bingen-Ingelheim GmbH.
Sichtbares Zeichen interkommunaler Zusammenarbeit
„Mit dem Richtfest unseres Erweiterungsbaus wird sichtbar, wie aus jahrelanger, gemeinsamer und zielgerichteter Planung Schritt für Schritt ein zukunftsweisendes Projekt entsteht“, sagte Verbandsvorsteher Sebastian Hamann zur Eröffnung der Feier. Die Umsetzung erfolge „mit hoher Verantwortung, technischem Anspruch und klarem Fokus auf Nachhaltigkeit“.
Zugleich sei die rheinwelle ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit: „Diese Investition wäre ohne die enge Partnerschaft der beteiligten Kommunen und die Unterstützung unserer Fördergeber nicht möglich. Der Anbau ist eine große Bereicherung – für den Sport, für Rheinhessen und für unsere drei Städte. Wir schaffen einen attraktiven Ort für Bürgerinnen und Bürger, für Schulen und Vereine. Die zusätzliche Wasserfläche ermöglicht es künftig noch mehr Kindern, schwimmen zu lernen, und bietet bessere Trainings- und Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen.“
Große Investition – starke Förderung
Der Neubau ist mit Gesamtkosten von rund 16 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit vier Millionen Euro aus dem Sportstättenförderprogramm, der Landkreis Mainz-Bingen mit 1,425 Millionen Euro. Die Städte Ingelheim, Bingen und Gau-Algesheim tragen gemeinsam 4,9 Millionen Euro; der verbleibende Anteil wird über Darlehen finanziert.
Bereits im Juli 2025 hatte Innenminister Michael Ebling den Förderbescheid des Landes persönlich übergeben. In seinem Grußwort beim Richtfest betonte er: „Schwimmsport ist Lebenssport. Mit dieser Investition treffen die beteiligten Kommunen eine mutige und zugleich zukunftsorientierte Entscheidung. Ich gratuliere Ihnen zu diesem gemeinsamen Kraftakt und habe großen Respekt vor der Leistung aller Beteiligten. Hier entsteht ein modernes Bad, das den Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und zeitgemäße Sportinfrastruktur in besonderer Weise gerecht wird.“
Gemeinsame Arbeit führt zum Erfolg
„Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktioniert hervorragend. Die Arbeiten laufen planmäßig – das ist ein beeindruckendes Ergebnis“, so Bürgermeisterin Eveline Breyer. Sie dankte ausdrücklich den Fördergebern für die finanzielle Unterstützung und verwies darauf, dass das Bauwerk „unter einem guten Stern“ stehe. Zudem kündigte sie an, dass im Rahmen des Projekts auch das Thema „Kunst am Bau“ berücksichtigt werde.
Ein Richtfest sei vor allem ein Anlass, die Leistung der Handwerkerinnen und Handwerker zu würdigen: „Unser besonderer Dank gilt allen, die hier mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz arbeiten – den Handwerkerinnen und Handwerkern, den Planern und Architekten, dem Projektsteuerer sowie den Mitarbeitern der rheinwelle, insbesondere im technischen Bereich. Ohne ihren Einsatz wären wir heute nicht hier“, betonte Breyer.
Moderner Anbau für Sport, Schule und Öffentlichkeit
Mit dem Erweiterungsbau entsteht ein moderner, energieeffizienter Anbau mit einem multifunktionalen Lehrschwimmbecken sowie einem zusätzlichen 25-Meter-Sportschwimmbecken. Ein separater Eingang ermöglicht Schulklassen und Vereinen künftig einen eigenen Zugang – unabhängig vom öffentlichen Badebetrieb.
Eröffnung in 2027
Landkreis und beteiligte Städte blicken zuversichtlich auf die kommenden Bauphasen. Bei planmäßigem Verlauf soll das neue Hallenbad im Laufe des Jahres 2027 eröffnet werden – als moderner und nachhaltiger Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft.

