Der entsprechende Ratsbeschluss steht am 28. April noch aus, doch der Oberbürgermeister mochte die Umbenennung bereits beim Frühlingsfest öffentlich in Aussicht stellen.
Eine Idee mit Herz
Die Initiative geht auf Michael Porr, den Vorsitzenden des Ortsvereinsrings und Büdesheim aktiv, zurück. Er sprach Oberbürgermeister Thomas Feser beim Weih- nachtsmarkt auf die Möglichkeit einer Umbenennung an – und traf damit sofort ins Schwarze. „Ich habe nicht lange überlegen müssen", so das Binger Stadtoberhaupt.
„Der Rathausplatz ist nicht irgendein Platz – er ist das Herz von Büdesheim. Hier trifft man sich, hier feiert man gemeinsam, hier wird Nachbarschaft gelebt und Gemeinschaft spürbar. Dass er heute so lebendig ist, hat viel mit dem Einsatz von Seppel Götze zu tun. Bereits bei der ersten Umgestaltung des Ortsmittelpunktes war er treibende Kraft – mit Ideen, Energie und dem unbedingten Willen, seiner Heimatstadt etwas Gutes zu tun. Zuletzt wurde der Platz im Zuge der Rathausrenovierung erneut aufgewertet – mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann“, hebt Oberbürgermeister Thomas Feser hervor.
Ein Leben im Dienst der Gemeinschaft
Seppel Götzes Engagement reicht weit über den Rathausplatz hinaus. Seine jahrzehntelange Arbeit im Rat der Stadt Bingen – viele Jahre davon als Fraktionsvorsitzender der SPD – hat das Leben in der Stadt nachhaltig geprägt. Von 1984 bis 1997 war er ehrenamtlicher Beigeordneter mit den Geschäftsbereichen Sport, Tourismus, internationale Partnerschaften sowie Jugend und Soziales. In dieser Zeit wurden unter anderem der Bau des Rheintal-Kongress-Zentrums, die Sponsheimer Mehr- zweckhalle (Palmensteinhalle), das Haus der Jugend in der Rheinstraße sowie das Jugendzentrum in Selbstverwaltung auf den Weg gebracht. Auch die Neuausrichtung des Binger Winzerfestes fällt in diese Zeit.
Darüber hinaus engagierte sich Seppel Götze bei der Arbeiterwohlfahrt, in der Prüfungskommission der IHK und als Schöffe bei Gericht. Fünf Jahre gehörte er dem Kreistag Mainz-Bingen an. 2017 wurde dieses außergewöhnliche Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt.

