Der SIMONA Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 582,3 Mio. Euro erzielt und liegt damit in Höhe des Vorjahres. Dies konnte er bei sinkenden Preisen dadurch erreichen, dass wieder mehr Produkte ihren Weg zu den Kunden fanden. Das operative Ergebnis (EBIT) lag allerdings mit 38,2 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr (38,7 Mio. Euro).
Auch das Jahr 2026 begann vielversprechend: „Im ersten Quartal 2026 konnten wir den Umsatz von 152,2 Millionen auf 155,7 Mio. Euro steigern“, so der Vorstandsvorsitzende Matthias Schönberg. Inwieweit der Iran-Krieg den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres belastet, bleibt allerdings abzuwarten. Insbesondere die explodierenden Rohstoffpreise belasten das Geschäft.
Insbesondere im Bereich Infrastruktur entwickelte sich das Geschäft gut, dazu gehören zum Beispiel Kabelschutzrohre für den Energietransport und die Telekommunikation. Dagegen hat das Geschäft mit Industriekunden aus der Chemieindustrie gelitten, konnte aber im Raum Asien-Pazifik mit der Halbleiterindustrie wachsen.
Auch das Geschäft mit Automobilzulieferern litt ein wenig. Es wurden rund zwei Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr, vor allem aufgrund einer schwachen Automotive-Nachfrage in China. Deutliche Zuwächse konnte SIMONA im projektgetriebenen globalen Geschäft mit der Ausrüstung von landbasierten Fischzuchtanlagen erzielen.
Strategisch standen die Vorbereitungen für Werkserweiterungen und Initiativen zur Steigerung der Kundenzentrierung im Fokus. In Archbald, Pennsylvania, wurde mit dem offiziellen Spatenstich im November 2025 die bisher größte Einzelinvestition in Amerika gestartet. In Norwegen investiert SIMONA Stadpipe mit einer neuen Werkshalle in die Erweiterung der Fertigungsmöglichkeiten für Großkomponenten zur Ausrüstung landbasierter Fischzuchtanlagen.
Mit der Akquisition der niederländischen Unternehmen Electroplast und Dutchclamp hat SIMONA das Produktportfolio im Wachstumsmarkt Energie- und Datentransport ausgebaut.
„2025 war erneut ein Jahr erheblicher Unsicherheiten. Ein starkes erstes Quartal, das von vorgezogenen Käufen und Vorratsaufbau durch den Iran-Krieg gekennzeichnet war, zeigt uns, wie schwierig Prognosen für das Geschäftsjahr geworden sind“, so Schönberg.
In Kirn arbeiten derzeit 647 Menschen – die Zahl soll stabil bleiben. „Insbesondere das Thema Ausbildung werden wir nicht vernachlässigen.“ Rund sechs Millionen Euro an Investitionen zur Modernisierung des Maschinenparks flossen nach Kirn.
Auch 2026 kommt viel Arbeit auf die Vorstände (v.l.) Dr. Jochen Hauck, Matthias Schönberg und Michael Schmitz zu.

