Rund 30 fleißige Helferinnen und Helfer, von Jung bis Alt haben mit Gießkanne und Feuerwehrschlauch bewaffnet die jungen Eichen und Esskastanien gewässert. Insgesamt konnten so über 2.000 Bäume, beziehungsweise ein Hektar Wiederaufforstung gezielt unterstützt werden. Ein großer Dank gilt auch der Binger Feuerwehr für die Bereitstellung eines befüllten Feuerwehrfahrzeugs.
Die extreme Trockenheit dieses Sommers bereitet dem Ökosystem Wald enorme Schwierigkeiten. Keine nennenswerten Niederschläge in den letzten drei Monaten, sehr hohe Temperaturen in Verbindung mit trockenen Winden haben die Waldböden komplett ausgetrocknet. Sogar Naturverjüngung „verbrennt“ durch die starke Sonneneinstrahlung. Die Bäume reagieren auf den Trockenstress, indem sie ihre Blätter jetzt schon abwerfen. Seit Ende Juli kann bei vielen Buchen und Birken eine verfrühte Herbstfärbung beobachtet werden. Das trockene Laub ist gutes Brennmaterial und verstärkt somit nochmal die Waldbrandgefahr. Alle Waldbesucher sind zur Vorsicht aufgerufen.
„Ein Großteil der Aufforstungen im Binger Stadtwald muss weiter auf genügend Regen hoffen, solche Sommer sind das Existenzminimum für viele Pflanzen“, so Revierförster Robin Feldmann. „Wir rechnen damit, dass viele Bäume, die jetzt ihr Laub abwerfen, teilweise oder gar nicht mehr austreiben im kommenden Frühjahr. Die beste Hilfe für den Wald bleibt der aktive Klimaschutz.

