„Die Geschichte der Jugendfeuerwehr in Bingen ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte das Binger Stadtoberhaupt zu Beginn seiner Rede. Gegründet wurde die Jugendfeuerwehr im April 1991 mit dem Ziel, junge Menschen für den Feuerwehrdienst zu begeistern und den Nachwuchs für die Einsatzabteilungen zu sichern. Zu Beginn gehörten ihr 23 Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren an, die von zwölf Ausbilderinnen und Ausbildern aus allen Binger Stadtteilen betreut wurden.
Gründungsmitglieder tragen heute Verantwortung
Zu den ersten Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zählten unter anderem Marco Woog, Matthias Jäckel, Sascha Welpe, Kai Krick, sie stehen heute als stellvertretende Wehrleiter beziehungsweise Wehrführer in Verantwortung bei der Feuerwehr Bingen. Insgesamt leisten bis heute 87 ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr aktiv Dienst bei der Feuerwehr Bingen am Rhein. „Das ist ein eindrucksvoller Beleg für den Erfolg der Jugendfeuerwehr“, so Thomas Feser.
Aktuell zählt die Jugendfeuerwehr 26 Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren. Aufgrund der großen Nachfrage laufen bereits Planungen, die Kapazität auf bis zu 40 Kinder und Jugendliche zu erweitern. Über die vergangenen 35 Jahre haben zahlreiche ehrenamtliche Jugendfeuerwehrwarte und ihre Stellvertreter die Arbeit der Jugendfeuerwehr geprägt: Matthias Pohl (mit Alexander Pohl als Stellvertreter), Patrick Neumann (mit Andreas Kerner), Volker Reinke (mit Andreas Kerner), Matthias Krick (mit Manuel Schätzl), Maurice Legrand (mit Simone Rösch), Simone Rösch (mit Marc Schätzl), Sebastian Tonollo (mit Ingo Müller) sowie zuletzt Oliver Sterz (mit Dominik Schätzl). „Allen Jugendfeuerwehrwarten, ihren Stellvertretern sowie den zahlreichen Betreuern und Ausbildern gilt mein herzlicher Dank. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement haben sie Generationen von Jugendlichen geprägt und den Grundstein für eine leistungsfähige Feuerwehr gelegt“, erklärte der Oberbürgermeister.
Thomas Feser betonte zudem die grundsätzliche Bedeutung der Freiwilligen Feuer- wehren für die Sicherheit in der Stadt: „Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Sicherheit. Sie stehen rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen, Schäden zu begrenzen und Verantwortung für unsere Gemeinschaft zu übernehmen. Dafür opfern die Kameradinnen und Kameraden ihre Freizeit und geraten nicht selten selbst in Gefahr. Als Oberbürgermeister bin ich mehr als dankbar für diesen Einsatz für die Allgemeinheit.“
In den vergangenen 35 Jahren hat die Jugendfeuerwehr zahlreiche Höhepunkte erlebt – von den ersten Pfingstzeltlagern über die Bachpatenschaft für den „Schwarzgewanner Graben“ bis hin zur Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlagers 2023 auf dem Rochusberg, dass die Jugendfeuerwehr 2027 erneut ausrichten wird. Ergänzt wird das Feuerwehrleben durch feste jährliche Termine wie Jahreshauptversammlungen, Weihnachtsfeiern und Grillabende.
Der Oberbürgermeister schloss seine Rede mit einem erneuten Dank an alle, die in den vergangenen 35 Jahren zum Erfolg der Jugendfeuerwehr beigetragen haben, und wünschte den Gästen einen schönen Jubiläumsabend sowie gesellige Stunden beim anschließenden Grillfest.

