Die Situation war dramatisch: Nach Passieren der Sicherheitsschleuse bedrohte der erste unmaskierte Täter den Geschäftsinhaber mit einer Schusswaffe. Die beiden weiteren, ebenfalls unmaskierten, Täter konnten dadurch den Verkaufsraum betreten. Anschließend kam es zu einem Schusswechsel mit dem hinzukommenden Sicherheitsmann. Die Täter flüchteten daraufhin zunächst zu Fuß und anschließend mit einem in der Nähe abgestellten Fluchtfahrzeug. Auf der Flucht verursachten sie einen Verkehrsunfall und begingen hierbei Fahrerflucht. Das Fluchtfahrzeug konnte im weiteren Verlauf durch die Polizei sichergestellt werden.
Die drei Tatverdächtigen konnten nicht identifiziert werden, allerdings zwei Hintermänner. 2017 kam es dazu beim Landgericht Bad Kreuznach zu einem Gerichtsverfahren hinsichtlich eines Hintermannes (zwei Jahre auf Bewährung wegen Beihilfe zum schweren Raub) und eines weiteren Mannes (Freispruch im Verfahren wegen Beihilfe zum schweren Raub).
Da sich erst bei der Gerichtsverhandlung konkrete Hinweise auf einen Schusswaffengebrauch des Täters in Richtung des Wachmanns ergeben haben, wurde der Fall ab diesem Zeitpunkt als versuchtes Tötungsdelikt behandelt.
Am Tatort und im Fluchtfahrzeug wurden verschiedene DNA-Profile gesichert. Ende 2024 erfolgte dann nach über 11 Jahren ein DNA-Treffer eines neu eingestellten DNA-Profils in Österreich. Ermittlungen ergaben, dass es sich dabei tatsächlich um den Schützen handelte. Daraufhin wurde durch die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach im März 2025 ein europäischer Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Der Beschuldigte konnte aufgrund der Fahndung im Mai 2025 in Österreich festgenommen werden.
Der Beschuldigte räumte die Tat vor dem österreichischen Ermittlungsrichter ein, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht.
Am 18. Juni 2025 wurde der Beschuldigte an die deutsche Polizei übergeben und der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichtes Bad Kreuznach vorgeführt. Diese erließ einen Untersuchungshaftbefehl aufgrund des versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem besonders schwerem Raub.
Die Fahndung läuft weiterhin nach den zwei Mittätern.
Die Polizei bittet um Mithilfe unter

