Paul Klee: Sie brüllt, wir spielen, 1928 Ölfarbe auf Leinwand Zentrum Paul Klee, Bern

INGELHEIM, 5. SEPTEMBER BIS 8. NOVEMBER

Internationale Tage Ingelheim

Die 61. Ausstellung der Internationalen Tage Ingelheim war für das Frühjahr 2020 angekündigt, aufgrund der Covid 19-Pandemie musste sie verschoben werden und ist nun vom 5. September bis 8. November zu sehen.

Im Werk von Paul Klee (1879 – 1940) spielt die Darstellung von Tieren eine besondere Rolle. Mit großer Freude an der Zeichnung und mit hintergründigem Humor erforscht der Künstler die Grenzen zwischen der Vermenschlichung der Tiere und der „Vertierung“ des Menschen. Klees Tierdarstellungen bewegen sich zwischen der Erkundung der Natur und der Erschaffung neuer geheimnisvoller Kreaturen. Mit humorvollen Kommentaren zum vielschichtigen Verhältnis von Mensch und Tier lässt sich Klee durch die unerschöpfliche Formenvielfalt der Natur anregen und interpretiert spielerisch ihre typischen Rollen, Eigenschaften und Verhaltensweisen.
In seinen spontanen, von kurvigen oder eckigen Linien bestimmten Zeichnungen sind immer wieder neue Bezüge und ironische Hinweise auf das Zusammenspiel von Menschen, Tieren und Mischwesen zu entdecken. Klees oft poetische bis satirische Bildtitel fördern zudem den Spaß für Erwachsene und Kinder gleichermaßen jedes einzelne Wesen aufzuspüren. Auch die Erfindung einer neuen Tierart, dem URCHS, steht in diesem Kontext. Paul Klee interessiert sich ebenso für den Vogelflug als freie Bewegung im dreidimensionalen Raum. Viele seiner Werke sind aus geometrischen Formen und Elementen von Vögeln zusammengesetzt, die sich im Sturzflug befinden, oder aber er zeichnet Vögel, die in wundersamen Apparaturen typische Dinge tun. Auch für die Unterwasserwelt und ihre Farben- und Formenvielfalt hegt Paul Klee eine große Faszination. Klee ist zudem ein ausgesprochener Katzennarr. Seit seiner Kindheit begleiten ihn Katzen als Haustiere. In seinen Werken tauchen sie zahlreich auf, wobei er unterschiedliche Facetten der Tiere beleuchtet.
Mit seinen zutiefst menschlichen Tieren und vertierten Menschen hinterfragt Paul Klee unser Verständnis zueinander und schafft eine irritierende, bisweilen ironische Distanz, deren Betrachtung oft schmunzeln lässt.

Für den Besuch der Ausstellung während der Corona-Pandemie wurden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen eingeführt. Grundlage dafür sind die Verordnungen der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sowie die Handlungsempfehlungen des Deutschen Museumsbundes. Das Konzept wurde mit der Stadt Ingelheim und den Hygienevorschriften von Boehringer Ingelheim abgestimmt.
 
Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus
François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
www.internationale-tage.de

 

 

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