Das Ehepaar Otto und Anna Quangel (Peter Bause und Hellena Büttner) ruft zum Widerstand auf. Foto: Sabine Layh

Idar-Oberstein, 17. März

Jeder stirbt für sich allein

Als nächste Vorstellung präsentiert die Stadt Idar-Oberstein das Schauspiel „Jeder stirbt für sich allein“ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada.

„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!” – Mit diesem und ähnlichen Texten auf Postkarten, die sie heimlich in Treppenhäusern, Briefkästen und in Hinterhöfen deponieren, rufen die Berliner Eheleute Quangel zum Widerstand auf. Durch den Tod ihres einzigen Sohnes im Zweiten Weltkrieg haben sie ihren Lebenssinn verloren und ihn durch die heimlich ausgelegten Botschaften, die dem NS-Regime den Krieg erklären, neu gefunden. So ist Falladas Hinterhofpanorama „Jeder stirbt für sich allein“, das auf dem realen Fall und den Gestapo-Ermittlungsakten des 1942 durch Denunziation verhafteten und zum Tode verurteilten Ehepaares Hampel basiert, auch ein großer Liebesroman.

Dem erfahrenen Theatermann Volkmar Kamm gelingt es in seiner Dramatisierung in beklemmender Eindringlichkeit, die emotional sehr anrührende Atmosphäre einzufangen und in Momentaufnahmen die verschiedenen Schicksale der Denunzianten, Opfer, Mitläufer, Spitzel und überzeugten Nazis zu bündeln.

„Das Buch hat die Spannung eines Le-Carré-Romans, ein tiefgehendes, erschütterndes Porträt”, schrieb The New Yorker online, und auch von der New York Times wurde der neu entdeckte Roman als literarisches Großereignis gefeiert. Den Überraschungs-Weltbestseller, der 2011 in den USA auf dieses sensationelle Echo stieß, verfasste der gesundheitlich total zerrüttete Autor Hans Fallada bereits 1946. In der Nervenklinik der Berliner Charité schrieb er die rund 850 Manuskriptseiten von „Jeder stirbt für sich allein“ in nur dreieinhalb Wochen. Drei Monate vor der Veröffentlichung starb er.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de.

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